Die Kommunikationsdesigner der FH Wiesbaden haben mit Newnique #1 ein neues, sehr hochwertig – mit Gold und Lack – produziertes und gut gemachtes Hochschulmagazin herausgebracht. Es soll künftig semesterweise erscheinen und eine Plattform für die besten Arbeiten Wiesbadener Designstudenten bilden.

Wirtschaft, Designbranche und Werbeagenturen erhalten so Einblicke in die Ausbildung an der FH Wiesbaden, aber auch wichtige Informationen und Neuigkeiten aus dem Fachbereich. Zum Ziel hat sich die unabhängige studentische Redaktion die Verbindung einer hochschulinternen Institution und einer kommunikativen Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Hochschule gesetzt. Vielleicht ein Grund dafür, warum das Magazin sehr professionell, zurückgenommen, clean, brav, ordentlich und wenig experimentell, studentisch ist.

Neben dem Magazin gibt es auch den Newnique-Award: Einmal im Jahr werden die besten Arbeiten der Wiesbadener Designtalente von einer externen Jury (bestehend aus Fachleuten aus Wirtschaft, Designbranche und Werbeagenturen sowie einem Professor des Studiengangs) ausgezeichnet und mit dem Newnique-Nachwuchspreis gefördert. Weitere Informationen auf www.newnique.de!

Redaktion:
Johannes Schiebe, Christian Kriegsheim, Lisa Mehle, Cornelia Irmen,
Christina Raftopoulo, Marlena Szczepanik

Betreuung:
Prof. Gregor Krisztian, Prof. Marian Nestmann















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Die Köpfe dahinter: Die junge Newnique-Redaktion

sektor9

Sieht auf jeden Fall sehr gut aus, aber wie kommt man an eine Ausgabe ran?

Tanja

Hier kann man das Magazin bestellen. Bei »Meinung und Kritik« einfach »Magazinbestellung« auswählen.

Phil

Jupp. Wie kommt man ran?

stefan__

zwar hochwertige zutaten aber ein doch etwas biedere gestaltung...effekthascherei?
naja.

alexus

noch ein magazin was die welt nicht braucht. ich hoffe die arbeiten der fh wiesbaden sehen nicht wie das magazin aus. ...siehe stefan

Padeo

Prägen, lackieren und so weiter, das macht immer Eindruck, auch wenn die gestalterische Arbeit einfallslos ist. Dass es funktioniert kann man bei Strichpunkt am besten sehen, wie ich finde.

webdesign aus bonn

mich würde auch interessieren, wie man an ein Exemplar kommt....

Bernie

Meine Vorredner haben recht: Lackierung, Glanz und Effekt sind bei guter Kommunikation nur die halbe Miete. Die Botschaft an sich muss stimmig sein … und stimmen. Wenn aber solche Publikationen nur als Steigbügelhalter für Selbstbeiweihräucherungsorgien fungieren, fällt der Kuchen sehr schnell in sich zusammen.

Das Thema Strichpunkt kann ich nur unterstreichen. Seit Jahr und Tag tut Kerstin Dietz und Anhang ein und denselben Schrott entwerfen. Immer nur: Strichlein, aufgeklebte Folienprägungen, irgendwelche Artifakte, bla bla blub. Für gut und teuer Geld ans Establishment verkauft. Das sie es können steht ausser Frage. Nur, warum immer nur so platt? Bspw. gibt es eine TDC-Ausgabe mit ungef. 3 Büchern dieser Bande. Alle im gleichen Design. Es ist ja klar, dass man sich einen bestimmten Stil aneigenen muss, aber irgendwann tritt damit doch auf der Stelle und wird es sehr schwer, sich neuzuerfinden. Und dann diese dämlichen Fotos auf der Homepage. Nur gut, dass die Olle bei XING kein Account besitzt, wie ihre restlichen Kumpels. Aber sie ja sieht wirklich nicht sonderlich apart aus, mit ihren seltsam schwarz angehauchten Augenmakeup. Etwas weniger Arroganz täte Euch ggf. besser zu Gesicht stehen. Ach ja, ist der eine der Bruder vom Leadrapper der Fanta4?

Der jungen Redaktion da oben sieht man gleich an, dass sie zwar optisch ansprechend ist, aber nicht sonderlich viel zu melden haben muss. Warum sonst tut man auf den Fotos so rumposieren? Viel weiter als das werdet Ihr auch nicht kommen. Das kann ich Euch versprechen. Ausser, Ihr kündigt.

Denn wenn ihr meint, dass Ihr irgendwas von Kommunikation versteht, dann liegt Ihr ebenso falsch. Ein Titel in phonetischer Lautsprache? Soll wohl eine Form von Anspruch suggerieren? Totaler Quatsch. Denn keiner kapierts. Dann dieses sinnfreie Geblubber, so wie "Rudelglotzen", "Halbfünale" und "Public Mitfieberung". Das suggeriert mir, dass hier die Noblesse an der Bierzelttür rüttelt und um Einlass bettelt. Aber Hauptsache Fussball. Nur, dass ihr davon keine Ahnung habt.

Das Heft kommuniziert nur eines: Eine Bande von Jungspunden gestaltet ein Heft im neomodernen Strichpunktallerweltsdesign und bieten Schützenhilfe für ihre eigenen Kommunikationspäpste, sodass deren achsotolle Message in dieser sinnentleerten Einfallslosigkeit umso mehr strahlt. Wahrscheinlich kam Herr Professor zur Audienz ins Büro gerauscht, um jedem persönlich auf die Schulter zu klopfen.

Und wenn es mal doch mit der Redaktionskarriere hapern sollte – die Gesichter sind ja super hübsch. Für DSDS und dergleichen. Gleich mal zu RTL schicken. Eignen sich hervorragend für eine Setcard.

Gast

und was kost der spaß?

CHris S

Technisch dem Anschein nach top. Prägedruck, Klarlack, Sonderfarben. Schaut zugegebenermaßen schon schick aus.
Allerdings gibt es in dem Feld auch schon Hochschulmagazine, die ordentlich vorgelegt haben.
Siehe Vier der HfK Bremen ( http://www.slanted.de/eintrag/vier-06 ). Diese Magazine haben nach außen eine Leuchtturmfunktion und sollen das Ansehen und den Bekanntheitsgrad der Hochschule steigern, nach innen das Profil schärfen. Ich bin mir nur nicht sicher ob ich dann bei dieser zimlich unexperimentellen (und vielleicht auch etwas langweiligen) Gestaltungslinie gern an der Hochschule wäre. Aber bin ich ja nicht und das ist auch Ansichtssache.
Macht sich sicher gut als Coffee-Table Mag.

Gast

finde es sehr willkürlich und einfallslos. mit dem veredelungsfeuerwerk hätte man mehr reißen müssen. außerdem finde ich es ziemlich freaky, wenn sich eine hochschule selbst awards gibt und sich feiert.

fazit: zu gewollt, zu wenig mut, zu wenig profil

CHris S

Nachtrag:

Habe mir eben noch die Website angeschaut, das design erinnert mich stark an eine lichtschalterfirma ( merten ) für die wir von nem jahr mal nen Messestand gemacht haben. nur eben in gold. ist wohl edler.

Das Plakat verrät, dass sich die selbsternannten Designtalente wohl besser nicht so weit aus dem Fenster lehnen sollten.

Gast

hmm. Ich kann da nicht sonderlich viel ähnlichkeit sehen, nur eben das designelement "sprechblase".

Alexander

Hier wird sich offenbar nur selbst gefeiert und gefeatured. Und das passiert in unserem Bereich ja nicht gerade selten. Ich frage mich ob ein Hochschulmagazin einer Design-FH nicht mehr leisten kann als das.

Christoph

typisch wiesbaden!
Konnte es mir als FH Mainz Student nicht nehmen lassen
auf die Releaseparty zu gehen und die Wiesbadener Designtalente zu sehen.
Die Party war genauso künstlich aufgebauscht, wie das Magazin. Security vor der Tür,
Eintritt musste gezahlt werden und alle waren extra schick - kommt dem Magazin sehr nahe :)

nehmt euch doch nicht immer so ernst, dann macht's vielleicht auch mal spaß!

Gast

@ bernie:

die (noch sehr junge) Redaktion von newnique steht hinter dem, was sie macht (sogar mit Foto - wo wird da bitte rumposiert?)
Du armes würstchen versteckst dein hochtrabendes geblubbere hinter anonymität -Bravo, Bravo!

Und das ein Student aus Mainz nur zum Ablästern rüber zur FH Wiesbaden fährt, ist auch keine Überraschung, oder?

CHris S

oh, da ist aber jemand angepisst.

quote: Du armes würstchen versteckst dein hochtrabendes geblubbere hinter anonymität -Bravo, Bravo! - hmm da vergisst der "gast" das er selbst anonym ist.

Christina

Ich finde diese Kommentare unseriös. Wer sich in dem Maße über eine Sache äußert ist nicht fähig, korrekt zu Fachsimpeln. Ich persönlich möchte mir nicht anmaßen über irgendwelche Leute zu urteilen, die eine ganze Menge Arbeit in dieses Projekt gesteckt haben. Ob nun Lack, Gold, Mainz, Wiesbaden, Strichpunkt etc. Das alles ist Geschmackssache. Und wer kann heute schon von sich behaupten ein ganzes Magazin aus dem Boden gestampft zu haben? Das ist eine zu honorierende Leistung und überhaupt nicht in einen Kontext zu bringen mit irgendwelchen dämlichen Fotos und einem "seltsam schwarz angehauchten Augenmakeup". Inwiefern kann ein Photo oder ein Eindruck von einem Photo über die Leistung einer Person Auskunft geben? Ich finde, dass Magazin spricht eine bestimmte Sprache. Es hat eine Tonalität, die jetzt vielleicht nicht in Richtung "Alternative-Studenten-Zeitschrift" geht, aber es spricht seine gewählte Sprache gut und absolut korrekt. Die Gestaltung ist sehr puristisch und passt perfekt zu dem gewählten Konzept. Eine gelungene Arbeit, der sehr viel Engagement vorausgeht. Auch das ist zu honorieren. Hut ab!

Christina

calin

@ bernie

hallo bernie,
es wäre toll, wenn du dich kurz bei mir melden würdest (siehe profil). warum – das schreibe ich dann zurück.
viele grüße

StefanB

Eine »unabhängige studentische Redaktion«, welche von zwei Professoren betreut wird?! Habe ich da was falsch verstanden? Für mich geht das nicht zusammen.

Christoph

Auch wenn alles gesagt ist: das Magazin trifft wohl den Zeitgeist – neuer Biedermeier, wer nichts wagt der auch nichts riskiert.

kai

als teil der newnique-jury muss ich sagen:

1. die kommentare hier sind (wie so oft in letzter zeit) alles andere als professionell. bernie liest sich einfach zu gerne selbst.

2. Ich würdige in erster linie die sehr saubere arbeit des newnique-teams. das noch sehr junge team hat hier eigenständig ein magazin konzipiert, gestaltet und umgesetzt. dafür respekt!

3. Aus gestalterischer sicht hätte das heft für ein Studentenprojekt mehr mut zum experiment gebrauchen können! Keine Frage! ABER: dies ist das erste komplexe Magazin-Projekt dieses Teams (vermute ich) und nach diesem handwerklichen Crashkurs wird da in Zukunft betimmt noch einiges kommen, das dann auch grafisch der strengen Kritik von Bernie und co. stand hält.

4. Die Release-Party hätte mehr Publikum gebrauchen können. da war die Komunikation wohl zu knapp angesetzt. Extraschicke Menschen sind mir da aber nicht begegnet. Weiß nicht, wie das der Mainzer Student definiert.

5. Das Logo in lautsprache stößt mir grafisch auch ein wenig auf, wenngleich der begriff newnique hier zum bild wird und das rätsel in der unterzeile aufgelöst wird. von daher funktioniert das log meiner meinung nach.

FAZIT: So manche Diplomarbeit (die auch schon hier präsentiert wurden) lässt das hier präsentierte handwerkliche Können vermissen. Viele Studenten verstecken sich hinter low-budget - wir nähen was- kopierstyle- optik. Newnique ist einen anderen weg gegangen.
Auch biedermaier kann bei all dem coolen Studentengeschwurbel mal ganz erfrischend sein - manchmal.

till_

ich seh hier weder wirkliche parallelen zu strichpunkt noch irgendeine ähnlichkeit zur merten-webseite. die sprechblase ist ja wohl allgemeines kulturgut genug, als dass sie in verschiedenen variationen einsetzen kann - auch wenn sie leider als stilelement etwas zu häufig eingesetzt wird.
ansonsten ist so eine ruhige gestaltung vollkommen angemessen - wenn (!!!) die inhalte interessant sind, sollen diese auch im vordergrund stehen und nicht irgendwelche dekoschnipsel. auch wenn es die meisten grafiker ja nicht so mit dem lesen haben.

die druckveredelung scheint allerdings ziemlich inspirationslos, das budget hätte man auch anders investieren können.

Heiko

Also mich stört schön die ganze Zeit dieser Welpenschutz, dass es ein junges Designteam ist.

Was soll dass denn mit "junger Redaktion"? Ein Studentenmagazin ist nun mal ein Produkt, was nicht von irgendwelchen Designer entsteht, die schon seit 30 Jahren im Geschäft sind.
Die Konkurrenz ist gut, und die "jungen Studenten" aus Mannheim beispielsweise kochen auch nur mit Wasser und sind in meinen Augen Welten voraus.

Ich habe mir das Magazin bestellt und finde einfach nur traurig, dass wenn man ein wenig die FH kennt, bestätigt wird, wie verzweifelt und überhaupt nicht mehr "State of the Art" diese Hochschule einfach ist.

@ kai
Ich kann auch nicht mehr dieses Argument hören, dass man es respektieren soll, wenn junge Designer etwas auf die Beine stellen. Gehört nicht viel mehr, etwas neues, Gutes zu produzieren, anstatt wieder dieser typische 0815 Brei? Weil Scheisse kann jeder prudzieren

CHris S

@ till
okay, ich bestell mir das magazin mal, um noch einmal in ruhe darüber urteilen zu können.
dann kann ich es auch mit dem merten katalog vergleichen, der noch bei mir daheim rumliegt, und wie das webdesign und teilweise das mag aussieht (nur nich so glamour).

@kai: quote:
Auch biedermaier kann bei all dem coolen Studentengeschwurbel mal ganz erfrischend sein - manchmal.

den satz verstehe ich leider nicht so ganz, unter welchen umständen kann denn biedermaier erfrischend wirken, und unter welchen nicht? wie definierst du biedermaier für dich?

auch noch an kai: was macht den die newnique-jury? ist das die jury die auch diesen preis vergibt?

hoffentlich ist das mag nicht zu teuer. naja ist ja weihnachten.

Jo

juhu endlich findet mal wieder eine Diskussion statt. Es gab in letzter Zeit doch einige Beiträge bei slanted, die einfach geschluckt wurden ohne Feedback. Vielleicht haben jene auch nicht genügend poralisiert.

Wie auch immer: mich haut es auf den ersten Blick auch nicht vom Hocker, was ich dort sehe. Muss es auch nicht, genauso wenig erwarte ich von einem Studentenmagazin ausgeflipptes Grafikgeschnipsel serviert zu bekommen. Das passiert ja auch mal gerne immer wieder. In diesem Fall hätte es dem Magazin gut getan, nicht so "perfekt" daherzukommen.

Die Frage ist einzig, welchen Eindruck die Wiesbadener Hochschule vor allem bei den Leuten hinterlassen möchte, die, wie ich, die Schule quasi nicht kennen. Für mich kommt es zu aalglatt daher, zu gewollt, womöglich auch zu kommerziell. Der Titel ließ mich zuerst annehmen, das Heft kommt aus München/Munich, wie auch immer. Das Plakat zur Releaseparty finde ich leider auch nicht stark genug, um mich wirklich neugierig zu machen. Schade.

Alexander

Meiner Meinung nach wird hier zu wenig über den Inhalt des Magazins diskutiert.

Es scheint für mich den einzigen Zweck zu haben sich selbst, bzw. seine Studenten zu promoten und zu prämieren. Das kann man machen, aber dem Ganzen dann eine Magazin-Form zu geben finde ich nicht ganz angemessen. Für eine Werbebroschüre bezahle ich nur ungern Geld. Lieber wenn ich eine Publikation finde die ein interessantes Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet.

Als Beispiele fallen mir natürlich die Dummy sowie die gute "Boxhorn" aus Aachen ein.

Bernie

Das Problem mit dem Heft ist das Finish. Als ob man einen VW Golf aufpimpt und schlussendlich vor lauter Bling-Bling das Auto nicht mehr als solches erkennt.

Das Heft strahlt in seiner Opulenz keinen wirklichen Style sondern Substanz- bzw. Oberflächlichkeit aus; es erinnert mich an diese Supermarktblättchen. Wie heissen sie? Vogue??

Es ist so High-Society, ohne wirklich zu sagen, warum. Die Bilder der Redaktion reflektieren dieses Schema. Und ja, sie posieren. Von cool blickend, über verschmitzt lächelnd, bis hin zu geheimnisvoll schattiert, womit wir bei Kirsten Dietz wären. Wobei die 6 Leutchen definitiv ansprechender aussehen. Und dem einen läuft der Schatten derart krass über die Visage, dass man daran die Intention ganz klar erkennt.

Dann dieser Name. Newnique. Soll das New Grafique heissen? Keine Ahnung. Aber um es zu erklären, setzt man es erstmal in Phonetik, um untendrunter zu schreiben, dass es Newnique heisst, was wiederum nichts erklärt. Somit implodiert das Konzept.

Seid mal ganz ehrlich Leute, habt ihr auf sowas wirklich Lust? Fast alle Sachen, die Studenten heute machen, sehen gleich aus, und da dieses Heft nunmal aussieht wie Vogue, landets bei mir ungelesen im Mülleimer.

kai

newnique = new + unique

@ chris = du hast ja diesen stil als "biedermaier" bezeichnet. das habe ich einfach nur aufgegriffen und behauptet, dass dieser aalglatte stil rein optisch neben all dem kopierstyle-lowbudget-kram auch seine berechtigung hat. gerade in bezug auf die award-thematik. Und den strichpunkt-vergleich finde ich völlig daneben. bei den angeblich besseren studi-mags lassen sich genauso leicht bezüge zu vorbildern herstellen.

die newnique-jury hat aus verschiedenen arbeiten der hochschule die besten arbeiten prämiert. darunter auch die diplomarbeit "lush" von alex ginther (wurde hier auch gepostet und meist mit lob überschüttet)

ich habe auch an der fh wiesbaden studiert und kenne noch die zeiten, als die hochschule so gut wie nichts nach außen gemacht hat. ich sehe da eine positive entwicklung und bin überzeugt, dass da noch mehr kommen wird. vielleicht von anderen studenten - mit einem anderen projekt - aber eben von der gleichen hochschule. ich würde nicht alles an der hochschule festmachen! dieser hochschul-patriotismus geht mir eh auf die nerven.

was die magazinform angeht, so muss ich alexander ein wenig recht geben. Hätte man auch kleiner, anders halten können!

finde es gut, dass das magazin hier so eine diskussion auslöst. denn wie JO schon sagt, vieles geht hier einfach kommentarlos unter.

Alexander

@ Bernie: An Supermarktblättchen erinnert mich das Heft nun nicht, ich muss eher an eine Mischung aus Kunstkatalog und Geschäftsbericht einer Nobel-Mode-Marke denken. Offenbar fand die Redaktion ihre Arbeiten in einem solchen Rahmen am besten präsentiert. Sprich: "Wir sind Avantgarde".

Darin sehe ich das Hauptproblem in dem Heft. Man kann sich meiner Meinung nach nicht selbst zur Spitze erklären, das tun andere – und meist ohne Aufforderung. Das hier ist eine Provokation genau hierzu. Vielleicht nimmt das denen auch jemand ab, ich tu´s nicht.

Etwas Understatement hätte dem Ganzen gut getan. Das macht eine Hochschule, Arbeit oder Personen doch gleich viel sympathischer.

@ kai: Die Frage ist welche Form angemessener wäre für einen solchen Inhalt? Mir fällt spontan auch nix besseres ein ausser vielleicht irgendwas zwischen Panini-Sammelalbum und Geschäftsbericht.

Bernie

I like it it simple! I like it loud!
Just say: WIESBADEN UNIQUE!!

Word up.

till_

chris:
woran machst du denn die ähnlichkeit zu merten fest? außer der sprechblase, der serifenlosen schrift und dem weißraum seh ich da wenig zusammenhang. und das hat das cd von merten ja wohl kaum gepachtet. ich will das magazin gar nicht verteidigen, ich seh nur keine auffällige ähnlichkeit:

falls andere mal mitvergleichen wollen:
http://www.merten.de/html/de/index.html
http://www.zuk.de/148.0.html
http://www.metadesign.de/html/de/2429.html

ich find das cd von merten und die webseite auch super, aber so einen cleanen stil gibts zu zu tausenden.

was mir noch auffiel: blocksatz auf den innenseiten empfinde ich als etwas zu hart. wenn man so aufgeräumt gestaltet, könnte man mit flattersatz ein wenig die strenge aus dem gesamtlook rausnehmen.

und zum rest der debatte: abgesehen von den albernen, persönlichen anfeindungen soll doch jeder froh über jedes bischen kritik sein, selbst wenn sie übertrieben sein mag, jede kritik kann man als konstruktive verbesserung oder zumindest als ansporn nehmen, immer besser zu werden.

CHris S

@ Kai: schau dir bitte meinen Namen an, ich bin weder chris noch christoph (okay, das ist zugegebenermaßen etwas verwirrend hier.)
deshalb habe ich auch weder das wort biedermeier in die runde geschmissen, noch den strichpunkt vergleich gebracht.

@ till: wie schon gesagt, ich hab mir das mag jetzt mal bestellt.
du kannst gut recht haben, wenn du sagst, da besteht nur eine oberflächliche ähnlichkeit. es war nun mal meine erste assoziation, als ich die bilder hier und v a die website gesehen habe.

gut, dass das Boxhorn erwähnt wurde, das ist ne andere herangehensweise, einige im forum würden den style wohl als Studentengeschwurbel sehen,
ich finde ihn sympatischer und ebenso profesionell gemacht wie die metadesign optik hier zumal die inhalte dort (meistens) durchaus lesenswert sind.

Gast

Die Fh Wiesbaden ist eine Werber-Schule und keine Typo Schmiede... Das Magazin kommt deshalb nicht so zeitgenössisch gestylt daher und das ist auch gut so...

Nicht jedes Hochschul-Magazin braucht ein Sagmeister- oder Skateboard-Design!

nicole d.

allein durch das zustandekommen dieser riesendiskussion hier erkennt man doch schon, dass das magazin anders sein muss, als andere hochschulmagazine. sicherlich gibt es einige verbesserungswürdige stellen, aber warum werden hier begriffe wie »supermarktblättchen« durch die gegend gemobbt? teilweise sollten die autoren erstmal überprüfen, wieviel substanz überhaupt hinter ihren kommentaren steckt…welcher designer geht schon mit geschlossenen augen durch die welt…jeder recherchiert doch und wird durch alles mögliche im internet beeinflusst, was dann bei der nächsten gestaltung (gewollt oder ungewollt) mit einfließt, schließlich erfindet keiner das rad neu oder?
sicherlich ist wiesbaden nicht gerade für gewagte experimente bekannt, aber weder ich noch die meisten studenten laufen mit einem stock im arsch durch unsere fh (und kaum einer geht im kartoffelsack auf parties). ich wette, die zweite ausgabe wird durch die gelieferte berechtigte und konstruktive kritik bereichert werden, alle anderen kommentatoren sollten sich fragen, ob sie schonmal etwas in diesem umfang zu stande gebracht haben, die probleme kennen, die beim eigenen schaffen entstehen und welch geringen abstand man zu den eigenen sachen hat, bevor sie weiter losschießen. meckern kann jeder…

Bernie

Liebe Nicole, Du kannst die Welt nicht ändern. Du kannst nur selbst aktiv sein. Aktiv Einfluss nehmen und beeinflussen.

Was mich wundert: Man bläst Euch mal etwas Wind ins Gesicht und schon kullern die Tränen. Ich weiss auch, dass ich zu hart bin, aber es nunmal so, dass es Situtation im Leben gibt, die genauso bzw. schlimmer – da wirklich von Angesicht zu Angesicht – ablaufen. Ich habe solche selber erlebt und hab damals genauso reagiert. Und es hat NICHTS gebracht.

Was macht man?

Objektiv konstruktiv sein. Erklären, warum Ihr Euer Konzept gut findet, was die Zukunftsaussichten sind, warum das Logo so und so heisst. Jeder Schritt muss dokumentiert sein, damit ihr, falls der Spruch "Die Phonetik ist Scheisse" fällt, sofort sagen könnt "Aber der Vorteil für Sie liegt darin bla bla". Und in so einer Vorarbeit liegt ebenso eine Form von Fehleranalyse verborgen, denn wenn man sein eigenes Konzept auf solche Möglichkeiten, wie bspw. dem Vergleich zu einem "Supermarktblättchen" – und damit meine ich Voque, Amica, etc. (Highgloss-Postillen), abklopft, merkt man schnell, ob es irgendwo schlecht ankommen kann.

Ich verstehe es ja, ich will ja auch gelobt und geknuddelt werden für meine Arbeit, aber Grafik-Design ist nunmal in erster Linie eine Dienstleistung und keine Preisverleihung. Ich finde Preisverleihungen sowieso Scheisse. Diese TDC's, ADC Nägel, Deutsche Designpreise, etc.

Das macht die Nichtausgezeichneten kirre, weil sie selber da vorne stehen wollen und ihr eigenes Werk mit dem der Preisträger vergleichen. Und sowas ist nicht wirklich gut fürs Selbstwertempfinden. Ausserdem wird ein Überbau geschaffen, gegen den anzukommen, sehr schwer ist. Das ist ja auch der Hauptgründe, warum sich das Grafik-Design momentan so aneinander anpasst. Jeder will ein Superstar sein, also kopiert man die Sujets der Superstars.

Lasst Mike Meire, Spiekermann, Hickmann, etc. links liegen. Die machen ihr Ding. Aber Ihr müsst Eures machen. Und immer wieder verbessern, ausbauen, neuaufbauen. Und das ist saumässig reizvoll. Und Euer zukünftiger Job.

nicole d.

@bernie
bei wem kullern hier denn tränen? gegen konstruktive kritik hat ja auch kein mensch was, nur sollte sie, wie gesagt, konstruktiv sein und nicht einfach nur mitgerissen-niedermachend.
zum konzept etc. kann ich persönlich nicht viel sagen, da ich nicht in der redaktion bin.
gelobt und geknuddelt…nein danke, dann lieber polarisierend oder? zu den umherschleichenden copycats muss ich dir zustimmen, kann man sich leider nicht vor retten. und von angesicht-zu- angesicht-konfrontationen sind mir auch schon genug untergekommen…schließlich gibt es auch studenten, die nebenbei nicht unbedingt kellnern oder dergleichen wollen und »schon richtig« arbeiten. alles in allem braucht und will man kritik um besser zu werden, die öffentliche meinung zählt natürlich mit und muss man verkraften können, doch gerade die leute vom fach sollten doch mit hintergrund kritisieren können und nicht nur mit leeren worten um sich werfen.
das wort zum ende 2008 :)

Bernie

Du willst wirklich eine konstruktive Kritik? Wie hört sich das an?

Bei wem, denkt Du, kullern hier Tränen? Gegen konstruktive Kritik hat kein Mensch was einzuwenden, nur sollte sie auch so sein, und nicht einfach nur »mitgerissen-niedermachend« dahergeflogen kommen.

Zum Konzept kann ich leider nicht viel sagen, da ich kein Mitglied dieser Redaktion bin. Gelobt und geknuddelt? Nein Danke. Lieber polarisierend? Ja. Zu der Problematik der von Dir erwähnten Copycats gebe ich Dir recht. Man kann sich jedoch vor denen kaum retten. Nur inachtnehmen. Und diese sogenannten »Von-Angesicht-zu-Angesicht-Situationen« sind mir ebenfalls oft genug über den Weg gekommen … denn ich zähle mich mitnichten zu den Studenten, die ihren Lebensunterhalt nur mit Kellnern und dergleichen Geschiss abmühen. Ich arbeite richtig.

Alles in allem braucht und will man die Kritik. Wie sonst soll man besser werden? Doch wenn der Kritiker es vorzieht zu zerstören, anstatt aufzubauen, zu zerreissen, anstatt neu zusammenzusetzen, kann ich gut und gerne auf solche Stimmen verzichten. Denn gerade die Leute vom Fach, die, die diesen Leidensweg selbst durchgemacht haben, und wissen müssten, wie es ist, wenn der Schmerz tief in die Seele, bis ins Herz hinabstösst, sollten diejenigen sein, die helfen, anstatt Worthülsen zu drehen, Phrasen zu dreschen und beleidigende Worte zu schiessen – auch dann, wenn sie meinen, den finalen Rettungsschuss zu leisten.

Fuck you Bernie.

Frohes Neues, Nicole.

nicole d.

haste schön formuliert, bin ganz stolz! frohes neues!

Kate

Also ich les hier immer mal wieder mit und ich hab nur eins zu sagen: Ich lieber dich Bernie :-)
Danke für deine harten, aber ehrlichen Kommentare, die es meistens genau auf den Punkt bringen.

die diskussionen entstehen doch meistens daraus, dass die macher plus fans mit kritik nicht umgehen können.

Bernie

Das tut gut, liebe Kate. Endlich erkennt mal eine(r) hier, dass Ich der Beste bin. Fuck the others!

Bernie

Liebe Slanted Redaktion. Diesen Eintrag vom 7. Januar 2009 - 10:38 habe ich nicht geschrieben. Aber es ist a) gut zu wissen geliebt zu werden, und b) dass es dementsprechende Neidbolzen gibt, wobei ich natürlich zugebe, doppelt geschmeichelt zu sein, wobei mir das Lob lieber ist. Dennoch finde ich es merkwürdig, dass keiner der Redaktion die offensichtlichen Unterschiede bemerkt hat.

Grazie

Mein lieber Bernie,
wer Dich kennt, erkennt schnell die Fälschung. Seltsam, welch sonderbare Früchte eine zunächst sachliche Diskussion so treiben kann. Es wäre doch sehr schade, wenn dieses virtuelle Örtchen zum Gazastreifen der Designszene werden sollte. Also immer schön locker bleiben.

Wovon man nicht reden kann (will), darüber sollte man schweigen. In diesem Sinne.

Bernie

»Wovon man nicht reden kann (will), darüber sollte man schweigen. In diesem Sinne.«

So, so. Und was meint die Dame damit?

Timoe

Sind 15 Euro für ein Hochschulmagazin normal? Wie liegt sowas normalerweise preislich? Nur so aus Neugier?

Grazie

Dieses flotte Zitat diente lediglich als Rechtfertigung, meinen Kommentar zu beenden. "in diesem Sinne war nicht Teil des Zitats und war eine Art Verabschiedung. Nichts weiter.
Vielleicht sollten hier alle mal kräftig ausatmen, bevor Sie kommentieren. Das hilft, ehrlich!

calin

@ Timoe
Normal ist das nicht. Meistens kosten Studentenmagazine so zwischen 6-12 Euro, manche (Komma) sind auch kostenlos.
Es ist irgendwie schon pervers, dass sich manche Studenten keine Studentenmagazine leisten können.

Julia

Auf dem Hoschulredaktionstag in Mannheim (http://www.slanted.de/eintrag/redaktionstag) war das Thema, was ein Hochschulmagazin kosten darf, auch ganz weit oben. Die einzelnen Hochschulredaktionen haben erläutert, wie sie ihr Magazin finanzieren – manche durch Parties, andere durch Werbung, Sponsoren und wieder andere komplett durch das Dekanat des Fachbereichs.

Ich denke, es ist sehr schwierig zu sagen, was ein Magazin kosten darf und was nicht in diesem Fall. Und selbst die komma aus Mannheim wird nicht ewig kostenlos bleiben. So wie es im Text steht, erscheint Newnique 1 x pro Semester. Je nachdem, wie umfangreich etc sie ist, kann man den Preis sicher begründen – und einen Nachwuchspreis hat auch nicht jedes Hochschulmagazin.

Bernie

Grazie, vielleicht sollten Sie einfach öfter vorbeischauen und "mitreden", anstatt sich, wie eh und je, an den Schluss bzw. ans Ende eines Threads zu hängen und so seltsam verklauseliertes Geplapper von sich zu geben. Und der Gazastrip-Vergleich war ziemlich daneben.

Wenn nicht, schlage ich Ihnen vor, es mit Schäfer-Gümbel gleichzutun; zu twittern. Sie haben zwar nur einen begrenzten Satz Wörter zur Verfügung, ähnlich wie bei einer SMS, Ihre Beiträge wären aber genauso nützlich wie bisher.

Und zum Schluss einen Gruss an den Impersonator. Ich hab jetzt ein Konto bei der Slanted-Bank. Is nix mehr in meinem Namen schreiben und so, klaro?

Boris

Und Du, Bernie, nimmst Dich dann bitte mit Deinen Äußerungen etwas zurück, da Deine Beiträge durch Deinem eigenen Account jetzt direkt freigeschaltet werden. Keine Schimpfwörter mehr usw., ok? ;-)

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