koinzidenzen, die erste: während die Poster-Galerie von Bernd Sauer-Diete Science-Fiction-Filmposter zeigte (http://www.slanted.de/eintrag/science-fiction-filmposter), stellte Alexander Geppert, Leiter der Forschergruppe »Die Zukunft in den Sternen – Europäischer Astrofuturismus und außerirdisches Leben im 20. Jahrhundert« an der Freien Universität Berlin die Retrospektive "Weltraumkino" zusammen – und brachte einige Flyer in die Finissage am Samstag mit.

koinzidenzen, die zweite: Das Flyermotiv (Abbildung) wirkt vor den Ereignissen in Japan beängstigend tagesaktuell – bei dem Gebäude im Hintergrund scheint es sich um den Kirchturmstumpf der Berliner Gedächtniskirche am Tauentzien zu handeln, Mahnmal für Krieg und Zerstörung. Die Webseite zeigt alle Filme mit Inhaltsangaben und Original-Filmplakaten, mit einem Fokus auf die 1950er bis 1970er Jahre, von Georges Méliès Le voyage dans la lune (1902) bis District 9 von 2009. Nach uns die Zukunft. (u. a. Titel einer Retrospektive der Berliner Akademie der Künste in den 80er Jahren, die auch Solaris, das Tarkovskij-Original, zeigte – der Film mit den zwei identischen, gehäkelten Jacken.)

Pressetext:
Anlässlich des 50. Jubiläums des ersten bemannten Weltraumfluges präsentiert die Retrospektive WELTRAUMKINO eine Geschichte des Science-Fiction-Films. In ihrem Mittelpunkt stehen phantastische Visionen der Handlungssphäre Weltraum: Eroberungen des Kosmos, die Entdeckung extraterrestrischer Welten und die Begegnung mit fremden Zivilisationen in fernen Galaxien. Doch auch ihr komplementäres Motiv – die Landung der Außerirdischen auf der Erde und deren Eindringen in "unsere" Zivilisation – prägt eine zweite, kleinere Gruppe der für die Retrospektive ausgewählten Filme. Seit den frühen 1950er Jahren ein eigenständiges Genre und bis heute von einer anhaltenden Vitalität und Popularität, ist der Science-Fiction-Film ein kaum fassbares Genre geblieben: mitunter philosophischen Reflexionen nicht abgeneigt, zeitweise von einem schier grenzenlosen Fortschrittsglauben beseelt, doch immer häufiger auch von skeptischen Zukunftsvisionen durchzogen. Unabhängig von solchen, je unterschiedlichen Konfigurationen von Expansion oder Invasion, Utopie oder Dystopie hat kein anderes Medium unsere Vorstellungen von Weltall, außerirdischem Leben und zukünftigen Erfahrungsräumen so nachhaltig geprägt wie das Kino. Die umfassende Retrospektive spiegelt das Weltraumkino in seiner ganzen Bandbreite, legt dabei jedoch einen Schwerpunkt auf die Filme der 1950er bis 1970er Jahre.

Weltraumkino: Eine Retrospektive
Zeughauskino | Deutsches Historisches Museum Berlin  

1. April bis 8. Mai 2011

hans schumacher

Info von Alexander Geppert (Danke!) … Wer die Fotografie erstellt hat, vermag ich leider auch nicht zu sagen. Sie zeigt aber eine Werbeaktion für die deutsche Version von Destination Moon, der auf der Berlinale 1951 einen Bronzenen Bären in der Kategorie "Krieg- und Abenteuerfilme" gewann. …

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