70 Prozent der Designstudenten sind Frauen, aber 60 Prozent der Designindustrie wird von Männern dominiert (Quelle Birdwatching). Woran das liegt? Vielleicht sind Frauen oft zu schüchtern und unsicher und machen sich und ihr Können kleiner, als es ist. Bei unserer Recherche zu Slanted Magazin #12 (Call for Entries folgt), welches sich höchstwahrscheinlich mit Frauen im Design beschäftigen wird, sind wir auf Birdwatching gestoßen. Die Internetplattform wurde in London gegründet, welche Arbeiten von Grafikdesignerinnen und kreativen Frauen der ganzen Welt vorstellt. Sie zeigt neue Talente und bietet die Möglichkeit zum Austausch.

Auf www.graphicbirdwatching.com gibt es nebst Interviews, diversen Empfehlungen und Events, eine Nachrichten-Seite, und die Möglichkeit zur »Self-promotion«.

Mädels versteckt euch nicht, ihr habt es drauf!

Anbei sei gesagt: Birdwatching ist nicht nur für Frauen, wenn Männer das Projekt unterstützen, dürfen sie auch beitreten.

Am 16. Juli fand zum Auftakt in London eine Ausstellung statt. Gezeigt wurden Arbeiten von Designerinnen, die in diesem Jahr ihren Abschluss gemacht hatten.
(ein paar Fotos dazu, siehe unten)

(Pressetext)
BirdWatching is a socially driven, international organisation and the only one of its kind. Its core team consists of young and practicing graphic designers that are passionate about design and live and work around the world. Our common aim is to connect, support and promote female graphic designers everywhere. We do this through concrete actions such as initiating dialogue, curating showcases and arranging participatory activities. We organise talks and events, highlight role models and reveal mentors, scout for new talent worldwide and create opportunities for collaboration, knowledge-transfers and recognition.

Spread the word, recommend a colleague, participate and be active. Join us now or just pop by for your daily dose of graphic inspiration!

Michael

Meine Erfahrung mit Frauen im Design ist, dass die meisten in Stress-Situationen extrem hysterisch reagieren. Vielen fehlt Gelassenheit im Beruf. Die Männer sind direkter und ehrlicher, wohingegen Frauen oft falschfreundlich sind. Beispiel: Jemand ruft in der Agentur an, wird überfreundlich begrüßt, ihm/ihr wir freundlichst weitergeholfen und sobald aufgelegt wird, wird über die Person gelästert. Das ist typisch für die Frauen mit denen ich zusammengearbeitet habe. Ich glaube jedoch auch, dass Frauen die besseren und kreativeren Gestalter sind, die mehr Phantasie mitbringen.

flo

uffa!

pauschalsexistisch, oder was?

Joana

Lieber Michael

Das sind ja mal Klischees die ich schon lange nicht mehr gehoert habe. Sobald eine Frau Kritik ausuebt wird es sofort als hysterisch abgestempelt. Ich glaub genug Frauen koennen genauso gut Klischees der Maenner wiederlegen – aber was bringt das schon. Genau durch solche Vorurteile entstehen Probleme und es wird vorab schon ein Meinung gebildet. Oder ist es korrekt zu denken: "Ueb lieber keiner Kritik aus sonst heult unsere Designerin gleich wieder" ?

Joana

Florian Pfeffer

@ michael: wie kann ein post über eine solche wichtige initiative zu einem so platten kommentar führen? man kann ja gerne der meinung sein, dass diese netzwerk unnötig, falsch, männerfeindlich oder sonst was wäre ... eine solche meinung (am besten mit einer intelligenten begründung) wäre interessant hier zu lesen und zu diskutieren. aber diese unbelegten verallgemeinerungen (frauen sind falsch, männer ehrlich, frauen die besseren gestalterinnen) sind einfach verschwendung von serverspace ...

karin

@ Michael - wow eine derart pauschalisierende und klischeebehaftet Aussage hat eigentlich schon wieder grossen Unterhaltungswert. Mich würde interessieren in welchen Zusammenhang und auf welche breite Testgruppe sich Deine tiefgehenden Einsichten beziehen. Wo Du also die immer ehrlichen und gelassenen Männer und hyterischen, geestressten Frauen angetroffen hast...

Aber falls es Dir an begabten, hochprofessionellen weiblichen Kooperationspartnern fehlen sollte dann findest Du auf www.graphicbirdwatching.com eine riesen Ausfall an Top Designerinnen. Ob diese Interesse an der Zusammenarbeit mit einem derart vorurteilsbehafteten Partner haben kann ich allerdings nicht garantieren. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Grüsse und keep birdwatching!

karin

Ann

Daraus folgt: Frauen sollen Ideen bringen und gestalten, aber dann die Kommunikation und den Kontakt mit den Kunden Männern überlassen?? Das ist praktisch, dann müssen sich die Männer nicht den Kopf zerbrechen, aber können sich als Überbringer der genialen Ideen feiern lassen. Schon mal überlegt das man 'hysterisch' und 'falschfeundlich' auch als 'überlegt' und 'diplomatisch' überzetzten könnte?

N.

Also bei mir in der Agentur ist es so:
Es stimmt, dass wir Frauen uns öfter schneller verrrückt machen lassen, wenn ein stressiger Job ansteht (ist zumindest bei mir so). Hoffe die Gelassenheit kommt mit einer Vielzahl von Berufserfahrungsjahren :-).
Männer können nach einem Kundentelefonat jedoch genauso lästern wie Frauen!
Ob Männer (explizig Grafikdesigner) jetzt weniger oft gute Ideen haben, kann ich nicht so gut beurteilen, da bei uns nur Frauen Gestalterinnen sind.
Vor allem Männer mit viel Berufserfahrung steuern aber oft enorm viel bei.

Michael

Hör` mal Herr Pfeffer,
jeder, der im Designgeschäft ist, kennt diese Tatsachen, die ich beschrieben habe. Nur ein Populist, der Angst hat es sich mit der Feministen-Lobby zu verscherzen, würde das verneinen. Ich spreche aus Erfahrung! Das steht übrigens schon im ersten Satz, den ich geschrieben habe.
Unter anderem hat mir auch ein sehr, sehr bekannter Grafik Designer aus Frankreich bestätigt, weil wir über diese Thema geredet haben, dass es leichter und entspannter ist mit Männern zu arbeiten. Nicht nur die Designerinnen auch die Frauen in der Kultur als Auftraggeber (Kultur Management, Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement) sind anstrengender. Natürlich funktioniert die Zusammenarbeit auch mit Frauen, aber es ist eben nervenaufreibender.

David

Damals hatte ich überlegt ein Diplom zu genau diesem Thema zu machen. Neben der These über die unterschiedlichen Arbeits- und Denkweisen, auch eine Untersuchung darüber ob und wie Frauen anders gestalten als Männer. Und ob man am Ergebnis erkennt ob es ne Frau oder ein Mann gestaltet hat. Worauf sie eher zurückgreifen als Männer usw. Ich hatte einen starken verdacht, These und Tendenzen dass es solche Konstanten gab.

Hat mir jedoch ein Komilitone wieder ausgeredet. Er meinte, wenn ich das herauskriege und zu einem Ergebnis komme, wäre das der Hammer. Aber er bezweifelte es und habs dann auch wieder verworfen :D

Joana

Michael ich kann nur sagen das du mich nochmal 100% bestaetigt hast das ich froh bin diese Plattform gegruendet zu haben... Wie haelts du es bloss aus in einem Land zu leben das von einer Frau regiert wird? Ich hoff fuer dich das deine anstrengenden Kunden in der Kulturbranche das hier nicht lesen.

Bernie

Es ist echt schade anzusehen, wie ihr euch auf die „anerzogene“ Geschlechtertrennung versteift. Mann und Frau sind keine 2 Rassen sondern nur unterschiedliche Geschlechter einer Gattung.

Das Frauen über Jahrhunderte hinweg von der von Männern dominierten Gesellschaft als Menschen 2. Klasse abgestempelt worden sind, hat nichts damit zu tun, dass eine Frau irgendwie anders ist – so wie Michael sie beschreibt – denn Männer können genauso lästerhaft und arrogant sein. Gerade bei schwulen Männern kommt das sehr häufig vor. Das ist jedoch ein Schutzreflex und lässt auf ein eher mickriges Selbstwertgefühl deuten. Und Selbstwert ist keine genetische Eigenschaft sondern anerzogen.

Gerade in Deutschland ist dieses Problem gravierend. Andere Länder haben dieses Problem komischerweise nicht. Skandinavien als Beispiel ist zu 90 % protestantisch. Die katholische Kirche hat dort keine Macht. Folglich gehen die Menschen dort gehen sehr normal miteinander um, Frauen sprechen Männer an, er gibt viel mehr Gleichberechtigung als hier, und wenn man sich scheiden lässt, haben beide das Sorgerecht etc.

Alice Schwarzer hat, tut mir leid das zu sagen, der sogenannten Frauenbewegung einen Bärendienst erwiesen. Unglaublich idiotische Forderungen, unrealistisch, die in Rückkopplung sogar negativ sind für das Ansehen von Frauen in Deutschland. Es gibt z.B. eine Frauenquote. Warum sowas? Haben Frauen das echt nötig? Nö. Frauen dürfen keine Pornos drehen? Es gibt Frauen, die solche Firmen leiten. Und die haben da das sagen. Ist doch OK. Aber für Frau Schwarzer nicht. Für sie ist jede Frau per se ausgebeutet. Ob das jetzt stimmt oder nicht, ist ihr egal.

Und das, was die meisten nicht kapieren: Solange ihr euch darüber streitet, lacht irgendein Dritter. Und das sind die, die am Drücker sitzen. Bspw. die Kirche. Denn die kassiert immens große Summen an Steuergeldern, hat ihre Finger in jedem Geldtopf und kontrolliert durch seine frauenfeindliche Haltung die gesamte Gesellschaft und verhindert dadurch, daß die Hierarchie in die Hand der Frauen kommt. Frau Merkel ist eine Pastorentochter. Das sollte euch zu denken geben. Und Kristina Schröder ist in eine sehr konservativ ausgelegte Form der evangelischen Kirche eingetreten. D.h. Sie sind zwar Frau, aber angepasst.

Deswegen wird sich hier nichts ändern. Es dreht sich nur. Im Kreis.

----

Brigitte Mira sagte mal: „Frauen und Männer. Das ist doch was tolles“. Wenn zwei zusammenpassen, dann passiert viel. Ob das gutes Design ist, oder flirterei im Straßencafe, Familiengründung, egal. Es ist auch wirklich egal, ob es nun Mann + Mann, Frau + Frau, Mann + Frau ist: Wenn man jemanden kennt, der einem das eigene Leben öffnet, ist daß das schönste auf der Welt, denn die Welt ist sehr komplex und wir reagieren nunmal immer auf andere, deswegen brauchen wir sozusagen, den, der uns „normalisiert“ bzw. stabilisiert.

Wenn man nicht zusammenpasst, empfindet man den oder die andere(n) als störend. So war es schon immer.

Und wenn es wirklich so ist, daß das Mädel, sobald sie aufgelegt hat, über die Kunden ablästert, würde ich sie ganz klar und deutlich zur Rede stellen, auch auf die Gefahr hin, daß man es sich bei ihren Kolleginnen verscherzt.

Jo

ich war auf dem besagten event. war leider etwas spät, so dass ich mit meinen kollegen reinkam, als gerade die podiumsdiskussion stattfand. die frauen lauschten alle gespannt während die männer dann draußen auf der dachterasse saßen, burger und bier zu sich nahmen. das hatte mich stark an diverse bbq parties erinnert – grüppchenbildung. die zeit wird also zeigen, ob das projekt nur innerhalb des gestalterINNNENkreises abläuft oder es auch schafft die männerseite zu überzeugen.

ich war übrigens wahsinnig stark von der einen arbeit beeindruckt, die wohl weniger angewandtes design war, aber durch ausdauer überzeugt hat – ein mädel hat mehrere arbeiten aufgehängt wo sie versucht hat strichmuster vom computer gedruckt mit der bloßen hand daneben nochmals nachzuzeichnen. ich hätte nach einer reihe abgebrochen.

lange rede, kurzer sinn. ein anfang ist gemacht.
wünsche viel erfolg (und mehr events bitte).

j

karin

... ausserdem, liebe männlichen Poster - die einzigen die sich hier mit einseitig hyterischen und lästernden Kommentaren hinter dem Rücken ihrer Kunden und Kollegen disqualifiziert haben seid ihr... allen voran Du Michael.

Dennoch ich bin mir sicher Du bist ein kreativer Gestalter mir viel Phantasie - am Zwischenmenschlichen scheint es nur etwas zu scheitern.

Und umso mehr schliesse ich mich Joana an - ich bin absolut bestätig worden wie wichtig es ist eine Plattform wie Birdwatching gegründet zu haben und aktiv mit dabei zu sein.

Ann

Ungeachtet der - gravierenden - Meinungsverschiedenheiten - das Thema bietet reichlich Stoff zur Diskussion, was sich hier, mal wieder, bestätigt hat. Und das ist doch gut! Im Übrigen sind mehr Events in der Planung, auch in Deutschland, erstmal wohl in Berlin. Am besten regelmässig den Blog checken und newsletter abonnieren.

verena g

@Joana
Klasse Sache! Drücke Euch ganz fest die Daumen, dass die Gnome und Dummen nicht zu sehr versuchen Euch doof von der Seite anzumachen.

Till

ich denke unqualifizierten beiträgen - die von einer natürliche geschlechtsdifferenz ausgehen + diese (selbst wenn man anerkennt dass es sich dabei um eine zweippolige kulturspezifische konstruktion handelt) in dieser form verallgemeinernd anführen - kann man kommentarlos ignorieren.

dennoch beschäftigt mich bei solchen projekten eine grundelgenden frage: wird nicht erst durch das besondere betonen der status einer sonder-rolle re-produziert - und steht damit einer emanzipation im wege?

(die gleichen probleme im kontext der frauenquote, gesonderte veranstaltungen für menschen die sich entgegen einer heteronormativität orientieren etc)

Bernie

Die Gnome und die Dummen? Was soll diese unkonstruktive Aussage? Alleinschon dieser Fauxpax, darin gleichzeitig Gnome mit Dummen gleichzusetzen.

Catherine

Lieber Michael,
mir scheint, dass Du die Debatte nicht kapierst, GraphicBridwatching will nicht polarisieren, oder die Geschlechter in besser und schlechter unterteilen.
Weiterhin behaupten wir nicht, dass Frauen die besseren Gestalter sind. Oder, dass Frauen mit Frauen kollaborieren sollen und keinen Falls mit Männern, dies ist keine männerfeindliche Plattform!
Wir wollen die Rolle von Frauen im Design stärken und eine demokratische Design Landschaft kreieren. Die Plattform featured nicht nur Arbeiten von talentierten Gestalterinnen, sondern wird Beiträge/ Talks/ Projekte anbieten, die sowohl Frauen als auch Männer Informationen und Instrumente zur Hand gibt erfolgreich zu werden und zu bleiben. Auf lange Sicht wird dies auch die Männer stärken, zum Beispiel wenn Frauen und Männer das gleiche verdienen in gleichen Positionen und man als Gesellschaft und Familie flexibler leben und arbeiten kann.
Statt Angst zu haben, solltet du/ ihr Männer Eure Optionen und Möglichkeiten erkennen, die sich durch eine Gleichberechtigung ergeben können. Und sogar aktiv daran mitwirken, sodass Eure Rolle und die daran gekoppelten Erwartungen and die Männer in Eurem Sinne überdacht werden.

Bernie

Wo sind denn die Unterschiede? Wo sind denn die Gehaltseinbußen von Frauen im Vergleich zu Männern? Erklärt mir das jemand?

Florian Pfeffer

@ bernie: guckst du hier:
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/71012/umfrage/einkommensun...

einkommensunterschied: 22% im durchschnitt.

bei dienstleistungen/freiberufen/kunst ist es sogar noch mehr (wo auch immer hier design zu finden ist). das liegt zum einen daran, dass männer oft die besseren posten haben (deshalb: graphicbirdwatching.org) und zum anderen daran, dass frauen für den selben job oft schlechter bezahlt werden. in den alten bundesländern ist das interessanterweise noch schlimmer als in den neuen bundesländern.

CHris S

Kaum mal für zwei Wochen weg, schon fliegen die Fetzen. Die Emotionalität der hier geführten Debatte beweist, wie polarisierend dieses Thema ist! Und ehrlich, die Diskrepanz zwischen dem Anteil der weiblichen Designstudentinnen und der dann im Arbeitsleben erfolgreichen Designerinnen fällt wohl jedem ins Auge. Zunächst und vor Allem stellt sich natürlich die Frage, was "Erfolg" eigentlich bedeutet.

Ich finde Tills Frage interessant,
wird nicht erst durch das besondere betonen der status einer sonder-rolle re-produziert - und steht damit einer emanzipation im wege?

Das war ja auch Bernies Vorwurf an Alice Schwarzer.
Wahrscheinlich verhält es sich wie in der Physik, manche Objekte lassen sich nicht vernünftig untersuchen ohne das die Versuchsanordnung das zu beobachtende Objekt selbst beeinflusst. So sehr du dich anstrengst, du bekommst also nie ein objektives Ergebnis und auch bei der M/W-Thematik ist dann wohl am interessantesten wie man Emanzipation definiert (zB. ob sie als eine unausgesprochene Gleichberechtigung verstanden wird).

Die Frage nach den Ursachen der wohl kaum verleugenbaren Ungleichbehandlung ( und -Bezahlung) ist wohl wieder ein solches Grundproblem, zu dem es verschiedenste Erklärungen (anerzogen, kulturell bedingtes Rollenbild, biologische Grundprägung, ect.) gibt. Ich bin mir sicher für jede Erklärung wird es auch eine wissenschaftlich belegte Studie geben. Auch hier vielleicht interessanter wie man aus der bestehenden Situation ausbrechen kann. Und das kann auch durch eine Plattform wie birdwatching in jedem Fall passieren.

Ich arbeite jedenfalls oft und gerne diesen manchmal schwer zu begreifenden Wesen zusammen ;9

http://www.wiwo.de/management-erfolg/einkommensunterschied-zwischen-frau...

http://www.zeit.de/karriere/2010-06/frauenquote-unternehmen-kommentar

http://www.sueddeutsche.de/karriere/diskriminierung-von-frauen-karriere-...

Bernie

Ich finde, und es tut mir echt leid das zu sagen, diese „Diskussion“ etwas grob. Nur weil in irgendwelchen Zeitungen statistische Abhandlungen über die Zahlungsmoral irgendwelcher Firmen bzgl. Männer und Frauen, pardon, Frauen und Männer (sonst kracht es ja wieder) steht, muss das nicht unbedingt der Realität entsprechen.

Es gibt so viele männliche Designer die trotz herausragender Qualifikation keinen Job finden – und es gibt ebensoviel weibliche, die einen Job haben, aber vielleicht nur als Mediendesigner, weil die Transformierung des Berufsbildes Grafik-Design, weg vom hochdotierten Dipl. Grafik-Designer hin zum Low-Cost-Mediengestalter, dazu beigeteagen hat bzw. das Talent der jeweiligen Person nichts anderes zulässt.

Das Lohnniveau ist eh so tief gesunken in den letzten Jahren, dass man das vielleicht auch in diese Milchmädchenrechnung miteinkalkulieren sollte. Aber das geht nicht nur Mädchen so – die Jungs müssen auch um ihr Brot kämpfen. Aber tut die Birdwatchung-Clique getrost übersehen, denn denen geht es vordergründnig nur um die Frauen, nicht wahr? Aber ein wenig Demokratie für die Männer gibt es auch, ja ja.

Hier wird mit Zahlen jongliert, hier werden irgendwelche Zeitungsberichte zitiert, und keiner weiss wirklich, was dahinter wirklich los ist. Wir müssen auf Medien vertrauen, deren eigenes Interesse ebenfalls darin besteht so günstig wie möglich zu produzieren. Ausgerechnet diese klagen den Zustand an? Ha Ha, Ha Ha. Das fällt keinem auf, was?

Ich habe mich schon lange von Statistiken und Meinungen verabschiedet. Tatsache ist, und das kann ich aus meinem Erfahrungsreichtum darlegen, wenn ich bspw. viele Initialbewerbungen erhalten, dass 80 % davon Frauen sind, die leider Null-Komma-Null Talent aufzuweisen haben. Und diese bewerben sich nicht nur bei mir sondern auch bei vielen anderen Firmen. Schon sehr merkwürdig.

In jeder normalen Firma muss sich ein Neuling ersteinmal beweisen. Und die Anforderungen sind leider höher als vor 15 Jahren, als es kein Internet und keine Flashanimationen gab. Wenn heute jemand kommt und meint eine Internetseite mit Dreamweaver zusammenbasteln zu können, und diese Seite sieht aus wie Kraut und Rüben, sind die bald weg vom Fenster. Die Leute wollen mehr sehen. Die Leute wollen geiles Design. Und geiles Design muss man lernen.

Viele denken, dass etwas Photoshop und ein sinnlicher Blick auf dem Bewerbungsfoto ausreicht, um einen Job zu erhalten. Weit gefehlt. Die Firmen heutzutage sind in der Situation, dass sie für wenig Geld hochqualitative Leistungen wollen, da sie selber im Internet unterwegs sind und sehen, dass sie in Russland für ein Logo nur 30,- zahlen. Hier in Deutschland sollen es 600,- sein. Das ist die Realität.

Es hat nichts damit zu tun, das jemand eine Frau ist. Es hat mit der Qualifikation zu tun. Die meisten schrubben an ihren Bildchen rum und meinen, es wäre Kunst. Andere werden nach 1 Jahr Betriebszugehörigkeit Mutter und fallen gleich raus. Andere gehen Alice Schwarzers „Frauenbefreiungstheologie“ auf den Leim und nerven jeden, der es hören will bzw. drangsalieren ihre Umwelt mit ihren Ideen von Gleichberechtigung. Ich sage dazu nur: Beweis, dass Du besser bist.

Wenn eine Frau zu mir kommt, mir ihren Laptop auf den Tisch knallt und mir superbes Coding, Design, etc. präsentiert, mir einen fairen Preis dazu nennt, ist sie engagiert. Wenn sie in einem Jahr Mutter werden will, soll sie mir sagen, wie sie das zu handeln gedenkt. Und so weiter. Aber wenn sie rumlügt, mir die Tatsachen verschweigt und dann noch pampig wird, weil ich sie angeblich nicht als Frau respektiere, fliegt sie raus. Ich könnte sowas nicht brauchen. Darauf kann ich nicht bauen. Das ist Treibsand statt Fundament.

Und wenn eine von diesen Mädels, die bei Birdwatching aktiv sind, bei mir auftauchen würden und ich fände heraus, dass ihnen von hinten permanent ins Ohr geflüstert wird, d.h. manipuliert werden, würde ich sie auch nicht einstellen. Denn: a) Ich hätte keine Gewährleistung, dass sie mir und meiner Firma treu wären – b) Ich müsste mich auf „frauenemanzipatorischen Bullshit“ einstellen, wobei mir es volkommen egal ist, wessen Geschlecht jemand ist – hauptsache ich kriege die Leistungen verkauft und c) ich mage keine manipulierten, ferngelenkten Köpfe, denn ich als Firmenchef lenke und manipuliere – nicht irgendeine Organisation, die mir nur Steine in den Weg legen will. Wo kommen wir da hin? Bald gründen die Kerle auch noch Ihr „Eaglewatching“, oder? Dann flennen die auch nur noch rum. Wollen auch für Frauen eine demokratische Designlandschaft.
Und so weiter. Und wann wird die Webseite fertig? Nach oder schon vor der Vereinssitzung?

Macht es einfach besser und dann kriegt ihr euer Geld. Alles andere ist Quatsch.
Keine Firma nimmt sich Zeit für so einen Zirkus. Und bezahlt auch noch dafür.

Ann

Eigentlich wollte ich mich nicht mehr zu Kommentaren äussern die offensichtlich nur provozieren sollen und sich nicht sachlich mit dem Projekt befassen aber der letzte Kommentar ist einfach so unglaublich (agressiv) das es sein muss.

@ Bernie, einige Anmerkungen
"Viele denken, dass etwas Photoshop und ein sinnlicher Blick auf dem Bewerbungsfoto ausreicht, um einen Job zu erhalten." -> ich spüre Frustation? Warum fühlst du dich provoziert von sowass?

"... 80 % davon Frauen sind, die leider Null-Komma-Null Talent aufzuweisen haben."
-> Über 250 birds auf der webseite sprechen eine andere Sprache

"Andere werden nach 1 Jahr Betriebszugehörigkeit Mutter und fallen gleich raus." -> Genau solche Vorurteile sind es die es abzubauen gilt; wenn so etwas von Anfang an vorausgenommen wird ist es für jede Frau schwer sich durchzusetzen, denn sie muss ja quasi erstmal den Gegenbeweis antreten.

"Wenn sie in einem Jahr Mutter werden will, soll sie mir sagen, wie sie das zu handeln gedenkt." -> fragst du das auch männliche Bewerber?

"Und wenn eine von diesen Mädels, die bei Birdwatching aktiv sind, bei mir auftauchen würden und ich fände heraus, dass ihnen von hinten permanent ins Ohr geflüstert wird, d.h. manipuliert werden, würde ich sie auch nicht einstellen."
-> BirdWatching maipuliert nicht, im Gegenteil, es bietet Raum und Unterstützung auf Ungleichheiten aufmerksam zu machen und Positionen zu stärken. Wenn du das als eine Art "evil force" empfindest ist das schräg, und zeigt nur wie unsicher du selber bist. Selbstbewusste, gute Designerinnen ist es was BirdWatching propagieren will, und das ist es doch was du letztlich suchst (in deiner Agentur?), also wo ist das Problem?

Ach und warum gibt es keine Website zu deinem Namen? Mich würden deine Arbeiten sehr interessieren.

flo

Hallo Ann,

> Ach und warum gibt es keine Website zu deinem Namen?

weil Bernie mit seinen (sic) aggressiven Kommentaren die Anonymität schätzt und seit Jahren ein Geheimnis um seine Identität macht. Von dort aus lassen sich Provokationen & Attacken gegen Jede und Jeden vermutlich besser fahren, als wenn er, ja, die Hosen runterlassen würde.

LG Flo

Bernie

Tja, Flo, Du weisst ja, wie ich bin. Es gibt Licht. Und es gibt Schatten. Und ich mag es, sehr oft, die Schatten auszuleuchten, oder nach solchen zu suchen. Wenn ich keine finde, gut.

Ann, ich wünsche dieser Organisation wirklich Erfolg. Aber es gibt zuviele, die viel reden, aber dann doch genauso sind, wie alle anderen. Zuviele Heißluftföns hier in Deutschland. Und von denen hatte ich, wie hier bei Slanted, einige vor der Nase, was nicht heißen soll, dass „Birdwatching“ einer ist, aber es könnte ja sein.

Und warum ich keine Webseite zeige? Nun ich stehe nicht darauf, mich im Web zu präsentieren, insbesondere in Verbindung mit meiner Nebenbeschäftigung hier im Blog. Ich schreibe zu Themen, die mich interessieren, provoziere mit Absicht, weil dann oft die Fassade fällt und die Wahrheit etwas mehr hervortritt, weil dann auch die Leute nicht mehr mit dem Verstand sondern mehr mit ihrer Emotion antworten. Ansonsten wären solche Diskussionen, wie auch diese hier, leeres Geplapper bzw. würden den PR-Bereich nicht verlassen. Es gibt viele, die damit nicht umgehen können, aber auf der anderen Seite lernen sie kennen, wenn sie sich an Widerständen reiben müssen. Eine Photographin aus Düsseldorf hatte auch mal gemeint, sie könne Slanted zur Eigenwerbung benutzen, und zufällig war ich an diesem Tag sehr gut drauf. Das bin nunmal ich.

Deswegen brauche ich auch keine Identität im Netz. Ich hab eine im Leben. Und die muss ich auch schützen. Geschäft und Privat möchte ich nicht vermischen.

Und nenn bitte Deine Mitstreiterinnen nicht „Birds“ – Vögelchen – sonst kommen wir Männer noch auf die Idee, daraus den „Hühnerstall“ abzuleiten :-)

Viele Grüsse, B.

flo

naja, ich weiß nicht wirklich, wie du bist, bernie, ich lese nur deine kommentare.

abgesehen davon, dass mich dein beschriebenes selbstbild (mauern einreißen, die wahrheit hervorbringen, anti-pr, widerstände) mehr an eine heckenschützenmentalität (aus dem anonymen / verborgenen heraus – fragwürdig – gutes zu tun) erinnert als an wallraff oder ein aufdecken von tatsachen (vermehrung von wissen) kommen in der regel nicht mehr als platitüden, klischees oder a bisserl zündeln bei rum. und alle anderen sind wie alle anderen.
ach ja, die anderen, übrigens, mia san mia, nicht?

fies finde ich die offensichtliche strategie, (d)eine deutungshoheit zu behaupten und auf threats hier oder anderswo einen deckel drauf machen zu wollen – du hast bestenfalls das schlusswort. das ist weder offen, konstruktiv, noch an diskussion interessiert, sondern nur das schlusswort beim stammtisch. wie heldenhaft & genial, in immer anderer argumentativer wendung lob und tadel zu verteilen, und dabei noch der wahrheit näher zu kommen, puh.

auch sehr schön, dass du deine (verborgene) fassade aufrecht erhältst, und nebenbei alle anderen einreißt. wie selbstgefällig, anmaßend & blöd ist das denn. und alle anderen reagieren mal wieder nur emotional. der düsseldorfer fotografin hast du sowas von heimgeleuchtet, ganz ganz toll.

glückwunsch, aber tut mir leid, ich finde es erbärmlich & ehrlich gesagt zum kotzen.
der verborgene wohlthäter sonnt sich in seiner selbstgerechten selbstbestätigung, und alle anderen geben angesichts dieser penetranten (sic) leistung und wand entnervt auf, irgendeinen konstruktiven ansatz aufrecht zu erhalten.

super strategie, super erfolg, muss schon sagen. argumente kontert man am besten mit dem (nein, irgendeinem) hammer. kannste echt stolz drauf sein, weil viel billiger gehts nicht.

ich finde birdwatching toll & wertvoll.

Bernie

Flo, es ehrt mich wirklich, dass Du Deine Wut an mir und nicht an solchen Schmalspurspinnern wie Michael abreagierst. Das ist bemerkenswert und gut.

Im Ernst: Viele Grüße.

Gast

Die ganze Diskussion war von vorn herein für den Eimer, weil die Birdwatchingfrauen lieber auf so einem Typen wie Michael herumgesprungen sind als konstruktiv ihre Meinung zu vertreten.

Und ich finde es es beschissen, über jemand wie Bernie dermassen viel Blödsinn abzulassen und dann sich selbst noch auf die Weiberseite zu flüchten. Im Grunde bist Du ein Feigling, Flo. Bernie hat verdammt viele Artikel auf deiner Webseite geschrieben. Und die fotografin zu recht auflaufen lassen. Und kommst von hinten und trittst hinterher.

Ausserdem ist dein Psychogeplapper langweilig.

Gast

Hey Flo, als moralische Instanz bist du mehr als lachhaft.

graf koks

bernie, was hält dich noch bei slanted. die eigene geilheit, immer wieder deine eigenen armseeliogen kommentare zu lesen?

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