Inszenierte Fotografie: Moment

Die Diplomarbeit hat das Thema »Moment«. Mareen Fischinger hat gerade Ihr Studium an der FH Düsseldorf erfolgreich abgeschlossen. Gestern präsentiert und ab morgen wird das Diplom ausgestellt zu sehen sein.

Interview mit Mareen Fischinger

Stell dich bitte kurz unseren Lesern vor.
Ich bin Mareen Fischinger und arbeite als kommerzielle und Fashionfotografin in Düsseldorf. Ab 2000 war ich ein bisschen unterwegs, doch hier gefällt es mir gerade ganz gut.
In den letzten Jahren habe ich nebenbei noch mein Studium Kommunikationsdesign an der FH Düsseldorf beendet und jetzt meine Diplomarbeit fertiggestellt.
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Was war dein erstes Erlebnis mit der Fotografie?
Früher, als Kleinkind, habe ich mit meinem Vater in der privaten Dunkelkammer mit den Chemikalien geplanscht und hatte auch vor seiner mechanischen Kamera einen Heidenrespekt. Ich hatte mich zunächst nur an eine analoge Point and Shoot herangetraut. Als ich dann 16 war, bin ich aber auf die analoge SLR umgestiegen, weil mich die beschränkten Möglichkeiten richtig genervt haben. Alles Folgende war dann irgendwie unausweichlich für mich. Der Umbruch von analog zu digital ist wohl genau zur richtigen Zeit passiert, quasi parallel mit meiner persönlichen Entwicklung und genau an der richtigen Stelle.

Welche Fotografen bzw. deren Arbeiten findest Du sehr interessant? Was genau?
Damit hatte ich mich eigentlich nie so richtig beschäftigt, weil ich irgendwie immer mein eigenes Ding gemacht habe. Ich wollte auch gar nicht so viele bunte Bildchen sehen.
Mit den Jahren und dem Lernprozess habe ich dann aber doch einige kennen gelernt: Ich finde Annie Leibovitz' inszenierte Modegeschichten toll, sie schafft es Menschlichkeit und Persönlichkeit mit einem tollen Storytelling in gutem Licht zu verbinden. Der Fotoregisseur Gregory Crewdson ist toll, weil er so unerreichbare Atmosphären schafft, der Aufwand dahinter ist enorm. Er ist eindeutig ein Künstler, wie ein moderner Edward Hopper, und nicht etwa ein Fotograf. Desweiteren kann ich Erwin Olaf empfehlen. Auch seine Arbeiten sind geprägt von einer Stimmung, die den Betrachter in ihren Bann zieht. Der fragt sich: »Was ist hier passiert?« und bewundert nur noch die technische Perfektion. Das sind Arbeiten, die ich mir sehr lange ansehen kann, zu viele davon verursachen auch eher Kopfschmerzen.

Wie bist du auf dein Diplomthema gekommen?
Von Anfang an wusste ich, dass ich nicht wie sonst einfach ein Mode- oder Peopleshooting machen wollte, da ich das ja dauernd mache. Das hätte auch nicht gereicht. Eine Geschichte zu illustrieren wäre mir auch zu dienstleistungsmäßig gewesen und deswegen wollte ich mich mit merkwürdigen Situationen beschäftigen. Nach einem ersten Vorgespräch mit Prof. Reinhardt konnte ich das dann noch genauer auf den Punkt bringen: das Thema lautete »Moment«. Ich hatte vor, großformatiger als sonst zu arbeiten, mindestens im digitalen Mittelformat; alles sollte geplant sein bis ins kleinste Detail. So kam ich auf die »Inszenierte Fotografie zum Thema Moment«.

Welche Professoren haben dich betreut?
Professor Uwe J. Reinhardt von der FH Düsseldorf und Prof. Jörg Winde von der FH Dortmund. Ich habe mir den Externen aus Dortmund dazu gesucht, weil ich ja nun ein Fotodiplom in einem Kommunikationsdesign-Studiengang gemacht habe. Es umfasste zwar sehr viele Medien, aber die richtige fotografische Meinung wollte ich mir dennoch einholen; wir haben an der FHD im letzten Semester ein bisschen Personalmangel diesbezüglich gehabt.

Wie war der Ablauf?
Zunächst habe ich viel recherchiert und alles an Literatur verarbeitet, das ich gefunden habe. Es gibt tatsächlich nicht so eine große Menge zu Inszenierter Fotografie. Ich habe kleine Passagen geschrieben und mich mit Künstlern auseinander gesetzt.
Dann habe ich versucht, mein persönliches Thema genau festzunageln. Es war mit der Begrenzung »Moment« immer noch zu offen, ich bin ja von null ausgegangen. Deswegen musste ich mir selbst Rahmenbedingungen schaffen, inhaltlicher Art, von der Wirkung und auch technisch. Dann habe ich mir zu den einzelnen Situationen, die ich mir überlegt hatte, Szenen ausgedacht und sie skizziert. Darüber habe ich wieder mit meinen Professoren diskutiert, einige sind geändert worden, andere rausgeflogen oder neue hinzu gekommen. In den Gesprächsrunden mit anderen Diplomanden habe ich gemerkt, wie viele persönliche Geschichten die Skizzen auslösten, das hat mich gefreut.
Ich schrieb den Theorietext ins Reine, Analyse und Konzept.
Als nächstes folgte die konkrete Umsetzung, ich habe immer auf eine Woche im Mai hingearbeitet, zu der alles punktgenau organisiert werden musste. Orte, Rollenbesetzungen, Requisiten, Stimmungslicht, Technik etc. In dieser einen Woche haben wir dann im Team alles umgesetzt. Dabei wurde immer schön dokumentiert, fotografisch sowie filmisch. Die Nachbearbeitung hat sich ein paar Wochen gezogen und ich habe mir auch von außen Meinungen geholt, damit die Bilder am Ende echt aussehen; ich hatte sie ja montiert aus vielen Einzelaufnahmen mit eigenwilliger Lichtsetzung.
Ich hatte parallel immer Kontakte geknüpft und Angebote eingeholt für die Umsetzung in Kommunikationsmittel, und alles gestaltet – das war auch eine gute Abwechslung zu Photoshop. Dann konnte ich die fertigen Bilder überall einsetzen und loslegen. Buchdruck, Poster und Alu-Dibond/Plex in 120x80, dann Website und Filmschnitt, der bis zum Ende gedauert hat. Ist ja klar, die analogen Medien mussten Produktionsvorlauf bekommen.
Alles hat reibungslos geklappt und die Präsentation selbst ist in den letzten Tagen vor der Prüfung entstanden. Da konnte ich gut zurückschauen auf alles.

Welche Zeitschriften liest du regelmäßig?
Ich möchte mich auf einem allgemeinen Wissensstand halten, deswegen lese ich die brand eins und die Newsweek. Wired und Psychology Today habe ich auch im Abo, obwohl letztere mir ein bisschen zu konsumentenorientiert ist.
Früher habe ich mich an Designzeitschriften gehalten, aber das ist irgendwie nicht das Wahre für mich.





Das Making Of:

























tobé

habe es mir in der fh selbst angesehen, und kann nur immer wieder über ihre qualität staunen. kompositorisch, darstellerisch, selbst vom technischen aspekt wirklich gelungene bilder wie ich finde! Kann da jedem das 16 Minuten Making-of auf der Projekt seite empfehlen, sehr spannend und selbst für alte hasen wohl noch dinge drin, die man sich abgucken kann.

wer die möglichkeit hat, sollte in der fhd vorbeischauen, da die 120 mal 80 abzüge so einfach am besten kommen...

paolo

Hm, tja, hab es mir angesehen, und kann dem nicht so viel abgewinnen.
Sorry wenn ich das so knallhart sage, aber kompositorisch und darstellerisch finde ich das nicht so gelungen. Mir fehlt einfach die Spannung in den Bildern. Teilweise wirken die Momente wie Stillleben, nicht wie echte Momente. Ich verstehe durchaus den Sinn in dem »eingefrorenen Moment«, allerdings wirkt er oft einfach nicht echt.

Vom technischen Gesichtspunkt aus gesehen kann man wirklich nicht meckern. Eine sehr gute Präsentation der Bilder. Ein solides Buch, sowie Recherchearbeit. Das Video wirkt zu aufgesetzt, paßt allerdings in die konsequent durchgezogene Selbstdarstellung. Dafür auch nochmal: »Hut ab«

Gast

Hundertzwanzig mal achtzig Zentimeter, mal fünf – vier Komma acht Quadratmeter Inszenierte Fotografie. Es ist richtig, dass solch eine Arbeit in einem Blog für Schriftgestaltung gezeigt wird. Denn diese Arbeit erweitert den gestalterischen Horizont.

Mensch, Requisite, Ort sind Elemente der In-Szene-Setzung, so wie es eine Baskerville, die Akzidenz Grotesk oder Replica in der grafischen Gestaltung eines Plakates oder Buches sind. Inszenierende Gestaltung, nicht Inszenierte Gestaltung, lautet der Terminus.
Mareens Fotografien funktionieren wie Plakate. Der Betrachter entdeckt ständig etwas neues, das zum Bildgeschehen beiträgt, und spinnt Geschichten in seinem Kopf weiter. Mareen gestaltet diese Welten mit einer Selbstverständlichkeit, die das mediale Mittel der Fotografie für Außenstehende nahbar macht. Die tiefgründigen Inhalte der Bilder zeigen Situationen des Wandels, Abgründe und Nicht-Symphatien. Das macht Lust auf die Enstehung – dargeboten in gedrucktem Buch, Internetseite und Bewegtbild.

Bernie

Hey Gast, da ich muss doch mal Sonntag Abends kurz mal ein Gegenwort zu Deinem Gebabbel hier aufstellen.

"Mensch, Requisite, Ort sind Elemente der In-Szene-Setzung, so wie es eine Baskerville, die Akzidenz Grotesk oder Replica in der grafischen Gestaltung eines Plakates oder Buches sind."
Erstens kann man Fotografie mit Typografie garnicht vergleichen. Gute Typografie lebt von den Details einzelner Lettern nebst Wirkung im Buchstaben- bzw. Satzverbund. Sie transportiert gesprochene Sprache. Gute Fotografie lebt vom Konzept und der Umsetzung in Punkto Aufbau, Beleuchtung, Requisite, Belichtungsdauer, Fotomaterial etc. Ein Bild stellt Szenen dar, transportiert Emotionen, aber keine gesprochene Sprache. Zwei Welten.

"Mareens Fotografien funktionieren wie Plakate".
Ein Plakat ist ein auf eine werbliche Aussage hin ausgerichtetes Produkt. Ansonsten wäre es Kunst. Und Kunst steht für sich selbst. »Plakate« jedoch haben einen Auftrag und unterliegen somit ganz anderen Kriterien. D.h. Was bewerbe ich? Wie umreisse ich es? Was will ich sagen? Somit besteht ein Plakat nicht nur aus einer Fotografie allein, sondern aus einem Konzept, das auf eine werbliche Botschaft hinweist. Da Mareens Fotos nichts bewerben, ist Deine Aussage leider Null.

"Die tiefgründigen Inhalte der Bilder zeigen Situationen des Wandels, Abgründe und Nicht-Symphatien."
Wandel? Wo? Abgründe? Wo? Nichtsymphatien?? Wie bitte? Das ist nun wirklich aus dem Heimwerkerbaukasten der Nullaussagenhinrotzer herausgeschabt. Das sind ganz normale Szenen, die diese Frau mit ihrer Kamera eingefangen hat. Darin sind keine Abgründe, kein Wandel und keine Negativsymphatien (man nennt's auch Antiphatien) erkennbar. Warum sagst Du nicht: "Die Frau fotografiert wundervoll"? Oder wolltest Du sagen "Die Frau fotografiert negativsymphatisch", ergo: Scheisse? Damit könnte man was anfangen. Aber nein. Es muss Geblubber sein. Durchgequirlter Wortkack. Ein 5-Sterne Yoghurt für das grün- sowie auch schwarzgefärbte Flügelgeschwirr.

"Mareen gestaltet diese Welten mit einer Selbstverständlichkeit, die das mediale Mittel der Fotografie für Außenstehende nahbar macht."
Seit wann ist Fotografie für den Betrachter unnahbar? Seit wann ist es ein elitäres Gebaren, dieses Geknipse; für den normalen Menschen nicht erfassbar, nur durch Euer Gnaden erahn- und erlebbar? Als nächstes kommt wohl, dass das Bedienen einer Fernbedienung nur durch Gott persönlich erlernber wird, was?

"Der Betrachter entdeckt ständig etwas neues, das zum Bildgeschehen beiträgt, und spinnt Geschichten in seinem Kopf weiter."
Ständig? Echt? Immer was neues? Ei, was dann? Das der Assi eine .45er in den Griffeln führt und Baby nebst Mutter das ganz toll finden? Warum wohl? Weil das Baby die Knarre für eine Nuckelflasche und Mamma es für einen Penis hält?

"Das macht Lust auf die Entstehung – dargeboten in gedrucktem Buch, Internetseite und Bewegtbild."
Wie wäre es mit Goldbrokat auf Marmor, Silbertinte auf Seidenpapier, oder altägyptische Hyroglyphen auf Papyrus? Bei mir macht es Lust auf Kugeln. Sechs Kugeln .44er Munition, die ich in meine Magnum reingleiten lasse, um solche Wortlegasteniker wie Dich aus der Welt zu pusten. Ein bisschen Schweineschmalz in der Pfanne anbraten, dann kommen die Mäuse aus den Löchern gekrochen, was? Das hast Du Dir aber schön einfach vorgestellt. Geh mal in Dich und analysiere, warum Deine Eloge nicht mehr als gequirlte Froschkotze sein kann. Wobei ich am Gelingen meine Zweifel habe. Du musst Dir auf Deinen Sermon ja ganz schön einen abgegossen haben.

Björn

>"Das macht Lust auf 6 Kugeln .44er Munition, die ich in meine Magnum
>reingleiten lasse, um solche Wortlegasteniker wie Dich aus der Welt zu pusten."

Hrhr. Auch wenn das sinnentleerende Geschwafel des Gastkommentars bei mir prinzipiell die gleiche Reaktion wie bei Bernie hervorgerufen hat, hätte ich die Verbal- bzw. Kommentarkeule jetzt nicht so erbarmungslos geschwungen. Auch wenn fast zu hart, bleibt dem nichts mehr hinzuzufügen. Danke für deinen Kommentar Bernie, ich habe gut gelacht.

Handwerklich scheint die Arbeit sehr gut zu sein. Scheint, weil es schwer fällt, solche reinscharf ausgesteuerten Fotos gut am Bildschirm werten zu können. Oberflächlich stört mich dennoch die recht "stockige" Anmutung der Bilder, in die leider viele inszenierte Arbeiten abdriften und nur wenige davor gefeit bleiben. Auch die ungünstig aufeinander abgestimmten Blickrichtungen, die nie auf Punkt oder auch viel zu überzeichnet fehlgeleitet auf mich wirken, anstatt authentisch unperfekt machen einiges kaputt.
Nichtsdestotrotz mag ich die super räumliche Komposition das Schlafzimmer-Motivs hervorheben. Respekt.
Viel Erfolg noch.

LG,
Björn

le tobe

Gebe meinem Vorredner Recht in Sachen Nullaussage des Gastes, übrigens eine wahre Wonne, mal wieder so etwas eloquentes zu lesen, kommt ja heutzutage nicht mehr so häufig vor.

Mareen hat sich einfach eine gut geölte und geldbringende Maschinerie aufgebaut, mit der sie Fotos produzieren kann, die qualitativ extrem hochwertig sind, natürlich unter anderem, durch Hasselblads oder Marks III's. Und eigentlich ist es doch wie immer Geschmackssache, ob und wem die Bilder gefallen.

Was sie ja nunmal wirklich hinbekommt, ist, dass der Betrachter im Gegensatz zum grauen Einheitsmist, länger als ne 3/4 Sekunde auf ihre Werke schauen muss, was man lobend erwähnen sollte. Wenigstens gibt es halt hin- und wieder mal Dinge, die nicht sofort in der Sekunde, in der sie gesehen auch schon wieder verdrängt werden.

tristan

lieber bernie,
du solltest in zukunft eher ins bett gehen. dann muss sich die pr-abteilung der 100 besten plakate oder der verfasser des oben stehenden textes nicht mit dir am naechsten morgen auseinandersetzen.
vorab sei zur verteidigung des gasteintrages gesagt, dass fotografie und typografie durch den lichtsatz schon im entferntesten miteinander korrespondieren. gestalterische vergleiche waren und sind ebenso zulaessig.

was mich aber schon bei deinem eintrag zur plakatparade gestoert hat ist deine unsachlichkeit und dein eingeschraenkter horizont im zusammenhang mit der art und weise, wie gestalter gesralten, die nicht so unbekannt sind wie du. klar ist es legitim auf hickmann(von dir freundlicherweise "fickmann" genannt - oder troxler zu schimpfen. aber im gegensatz zu dir, publizieren diese gestalter mit akrebie und verstand und urteilen nicht nur unsachlich wie du.

kan man sich deine arbeiten mal anschauen?

Laurent

Die Bernd'sche Fäkalsprach lässt Slanted leiden.
Wenn man die Seite besucht, weiß man mittlerweile, was einen erwartet. Das ist traurig.

Das Wenige, was man inhaltlich aus Ihrem Text kommentieren kann, reicht für eine Zeile. Da konnte man dem Gastbeitrag wesentlich mehr abgewinnen. Vielleicht fehlt Ihnen da der Zugang. Dass ein "Plakat nur einen werblichen Auftrag hat und ansonsten zur Kunst" bzw zum Exponat erklärt werden muss, ist falsch. Das sehen Sie an den Werken Aichers und Stankowski. Moderne Beispiele sind Woodtli, Brechbühl, Troxler, Uebele. Da ist es schon logisch, dass Ihnen die 100 Besten Plakate mißfallen und die Sieger Ihnen ein Dorn im Auge sind. Weil Sie schlichtweg die Zunft nicht verstehen.

Bernie

Hallo Tristan, bin gerade aufgewacht. Hab ich was verpasst?

Im Ernst, ich empfinde es als grosses Lob, wenn sich die PR-Abteilungen sämtlicher Plakatwettbewerbe am nächsten Morgen mit meinen Beiträgen auseinandersetzen müssen, wie Du hier postulierst. Demzufolge ein Danke von mir.

Aber hättest Du nur geschrieben, dass Dich meine Art, wie ich hier schreibe, stört, ohne diese sinnlose Unterstellung von Unsachlichkeit und begrenztem Horizont, wäre ich gar nicht so irritiert. Denn so scheint es, angesichts dieses infantilen Zu-Bett-Gehens-Befehl und dem unpassenden Anspruch auf Geisteshoheit, dass es in Dir innerlich ganz schön gekocht haben muss. Gehe ich recht in der Annahme, dass Du diese Lobhudelei verfasst hast? Denn etwas anderes als das, kann ich Deinen Zeilen nicht entnehmen.

Dann zu Deiner Kritik an meiner Kritik: Wenn ein Gestalter Gott spielen will, muss er sich seinen Platz schon verdienen, und nicht, indem er sich fortlaufend darüber beschwert, wie bescheuert manch einer sein »Contestwhoring« empfindet. Und das hat mit Akribie und Verstand sehr wenig zu tun. Auch ein Herr Ratzinger ist sehr akribisch und mit viel Verstand ausgestattet.

Zweitens: Nur weil Fotografie und Typografie irgendwann einmal die Produktionstechniken teilten, haben beiden dennoch grundverschiedene Anforderungen bzw. Ausrichtungen. Der Lichtsatz in der Typografie diente nur zur Belichtung von Druckplatten. Heute beschreibt ein Laserstrahl die Bleche. Und Fotografie läuft heute fast nur noch digital. Sogar bei den Hasselblads werden CCD's angeschraubt. Also, was sollen diese Vergleiche?

Drittens und Schluss: Die Bilder Mareens sind gut gemacht, doch ihre Sujets kommen schnell an ihre Grenzen. Die Frau ist momentan zu sehr in sich selbst verliebt, was in Anbetracht ihrer technischen Begabung kein Wunder ist. Aber die Bilder besitzen keine hohe Lebensdauer. Eine Frau, die ein Auto zerkratzt, bleibt immer noch eine Frau die ein Auto zerkratzt. Das gilt es zu überdenken. Denn Mareens Sujets bilden momentan nur die Gegenwart ab. Sie sollten jedoch auch eine Vergangenheit und eine Zukunft darstellen. Das stablisiert das Sujet. Und zieht den Betrachter wirklich mit. Eine Momentaufnahme allein bietet zuviele Möglichkeiten, und das verwirrt bzw. strengt zu sehr an. Irgendwo muss eine kleiner Goldschatz vergraben sein.

tristan

bernie,
gekocht hatte es schon – zugegeben. wegen der wortwahl. anspruch auf geisteshoheit hatte ich nicht gestellt. nur finde ich, dass du mit deinen ejakulat- und erschießungsäußerungen auf nem startenden jet surfst.

wessen gastspiel das war, weiß ich nicht.

Bernie

Aber sicher Tristan, hattest Du einen Anspruch auf Geisteshoheit erhoben, in dem Moment als Du mir einen beschränkten Horizont attestiertest. Also komm, versuch nicht mit mir fangen zu spielen. Wenn Du mir einen Tritt an den Karren versetzen willst, musst Du gefasst sein, einen ebensolchen ins Kreuz zu bekommen. Aber was mir gut gefiel ist dieser Ausspruch, dass ich auf einem startenden Jet surfen würde. Das trifft den Nagel wirklich mittig. Kompliment.

Und Du lieber Laurent, weisst Du was? Wirklich traurig ist nicht, dass ich mich dieser Sprache bemächtige, und versuche, die Grenzen bis zum Maximalpunkt auszureizen, sondern das Leute wie Du scheinbar nicht in der Lage sind, etwas besseres zu bieten – dies zu überbieten. Sich nur auf banales Meckern zu verlassen, zu postulieren, dass bspw. Slanted wegen mir leiden würde etc. ist leider einer simplen Kindergartenrethorik ähnlich: "Er ärgert mich immer, und er stiehlt mir mein Kaba, und er macht meine Sandburgen kaputt". Aber unternehmen tust Du nichts dagegen. Und da Du ja angibst, aus dem Gesülze da oben so viel abgewinnen zu können, obwohl andere hier, genauso wie ich, das Gegenteil attestieren, wage ich eine Umkehr Deiner Ansichten zu bezweifeln. Und Du bist mir den Beweis schuldig, dass man meine zu einem Satz reduzieren könnte. Ziemlich infam sowas, wobei ich Dir rechtgebe, dass einer wie Woodtli ein sehr guter Gestalter ist. Seine Sachen mag ich auch. Aber Troxler? Troxler vs. Woodlti? Woodtli hängt sein Fähnchen nicht so in den Wind. Und das ist nunmal das, was mir imponiert.

Bernie

Eins muss ich jedoch korrigieren. Dieses Bild mit dem Typen und der Knarre nebst lächelnder Mutter und Baby habe ich fälschlicherweise für eins der Projektfotos gehalten. Mein Ausspruch diesbezüglich ist somit hinfällig.

Gast

It is the internet, do not trust it

Mareen is good at networking, that is all

guess who is her
" rel="nofollow">boyfriend

downsized images always look good ;) given one of the original was 6132 x 8176 Pixel

Stephanie Graf

Photographie und Typografie trennend wäre es interessant die Motive mit einem Ist-und-Soll Zustand kritisch hinterfragend, letztlich bewerbend beleuchten und sinnsuchend Aufschluss darauf zu geben, worin denn ein mögliches Potential der fünf inszenierten Momentaufnahmen besteht.

Alle Momente haben etwas mit Verkehr zu tu, letzteres hier Abgebildete mit dem wortgewandelten menschlichen Verkehr. Alle bis auf das letzte funktionieren sicherlich ebenso mit werbenden Sprüchen für Mercedes, für Versicherungen, für die Stadtbahn, den ADAC oder letzteres – für alle bereits Genannten doch auch für Verhütungsmittel. Allerdings ist dies ist nicht der vorgegebenen Zweck. Denn - und nur in diesem Sinne - kann man Photographie und Typographie zusammenbringen, ist die Zweckmäßigkeit sinnbestimmend, was heißen soll, mit einem Buchstaben S kann man ebenso das Wort Sinnsuche bilden, wie auch das Wort sinnlos. Sinnvoll ist es sicherlich folgenden Punkt interpretativ schnell weiter zu durchleuchten.

Die Tat, die gewünschte Botschaft möglicherweise als psychologischer Akt - gegen den Betrachter, den man in kofferrennenden und in strassenbahnflüchtenden Männern schlussfolgernd aufspüren kann, ist in allen Motiven ein bestimmendes Merkmal.

Das letzte hier gezeigte Motiv geht dem ersten Moment möglicherweise voraus, der sexuelle Kontakt vor dem eigenen mercedesfahrenden Selbstbild, dieser verwirklicht im frustriertgolffahrenden Autofanatiker.

Intelligent inszeniert ist dies sicherlich nicht nur eine einfache Kritik am überwiegend männlich dominiert und geprägten, autofahrenden umweltverschmutzenden falschen Selbstbild dessen Lösungsansatz, die Aufklärung der Tat, letztlich im Massentransportmittel, in der Strassenbahn liegt. In diesem Sinne massenkommunizierend ebenso Gast, ebenso Kritiker, ebenso Fan, ebenso unwissend wissentlich nicht nicht wissend hat Typographie hier vielleicht nur dann einen Sinn wenn man versucht den Inhalt in Worte zu wandeln.

Das Auto also, ein Verkehrsmittel, ist des Mannes Mordwaffe, gegen sich selbst, gegen die Menschheit, letztlich gegen die Schönheit der Natur - eine junge bildschöne Frau - die im urbanen Raum, in den Wäldern, im Massentransportmittel beschützend auf sicheren Gleisen in die Zukunft fährt. So oder so ähnlich ermüdet erkennend liegt ein Schlüsselmoment in der Frau in der Tiefgarage, in dem täterbezwingenden kleinen Jungen in der Strassenbahn, in der Selbstvergessenheit des sich von aussen selbst betrachtenden Sklaven seiner Selbst, Sklave der Autoindustrie, Sklave von den Vorgaben des Marktes, Fahrer, Anbeter gewünschter Superluxusmobilen. Aus dieser Perspektive ist die fischende inszenierte Photographie sicherlich eine feministische, möglicherweise sogar wichtigste zeitgenössische Kunstphotographie der aktuellen Wirtschaftskrise. In diesem Sinne wünsche ich weiterhin viel Erfolg!

simon

» nur finde ich, dass du mit deinen ejakulat- und erschießungsäußerungen auf nem startenden jet surfst. «

»Das macht Lust auf 6 Kugeln .44er Munition, die ich in meine Magnum
reingleiten lasse, um solche Wortlegasteniker wie Dich aus der Welt zu pusten.«

es sollte definitiv mal ein best-of-slanted-user-kommentare geben! das könnte man doch auch super visuell untermalen.. :)

mareen

to the english ranter:
i respond here because you are giving false facts that only i, as the photographer, can prove wrong.

you did not see the original or its 120x80 cm plex print, which actually consists of about 6 or 7 images of 50mp; therefore sharp everywhere. here is a crop for proof.

as you see, nobody relies on trust: i just take things as they are (without building sandcastles of my imagination), and expect the same from every one of you.

secondly, nobody makes it a secret that tristan is mareen's boyfriend and that he looked at the thread. would he sign his name if it were?

like i said, there is no trust or mistrust neccessary, this post & interview were about the works and not about another round of anonymous ranting.
if people were just commenting on the thing, instead of the things about things, most of this »conversation« were obsolete.

hans schumacher

Nach B.s Didaktik mit der 44er? 45er? jedenfalls mit der Magnum (naja, wenn die Munition so offensichtlich rumliegt – unfair: die indizierte Szene ist aus dem making of! – wie der Autor auch schon eingeschränkt hat – traf die Probleme der Inszenierung aber schon im Kern) aber vor allem nach dem Kommentar mit der fischenden (?!) inszenierten feministischen Fotografie brauch ich erst mal ein popcorn double feature mit bewegten Bildern, die garantiert für Katharsis sorgen (Fotos tuns jetzt nicht mehr): wo bitte läuft gerade 'The killing of a chinese Bookie' im Doppelpack mit 'Sue – eine Frau in New York'; näher, mein Abgrund, zu Dir. Am besten im Autokino. Alternativ 'Speed' Teil I und II. Hollywood, ick verlass mich auf Dir (Mordwaffe gegen mich selbst) gib mir die Kugel und erzähl eine gute Geschichte.

Stefanie

Bezüglich den Sandburgen und der Vorstellungskraft, nimmst Du die Dinge sicherlich nicht so wie sie sind, sondern du baust mit Hilfe Deiner Vorstellungskraft ein Blld mit den Mitteln der Photographie zusammen; mit anderen Worten eine Luft- oder Sandburg, - und der eigentliche ursprüngliche Moment ist in sofern eine Unwahrheit, weil es für den ungeübten Betrachter so aussieht, als ob es eine Momentaufnahme ist. Stattdessen sind es viele Momentaufnahmen zusammengesetzt unter dem Vorzeichen der Photographie. Diese Feststellung ganz frei von einer negativen Wertung.

Frage ist - und dies ist wohl in der gesamten Diplomarbeit eine entscheidende - sind die Arbeiten "nur" Photomanipulation oder inszenierte Photographie? Das meine vorausgehende Interpretation nicht deine ursprünglich Intention entspricht erkennt der interessierte Betrachter im Diplomvideo. Letztendlich ob nur Manipulation oder professionelle Photographie, geschickt inszeniert, ganz gleich ob wissentlich intelligent oder unwissentlich professionell.

bransford

Hab mir die Fotos in der FHD angeschaut. Im Gegensatz zu dem anderen Müll der dort als Diplomarbeit bezeichnet wurde ist bei den Bildern zumindest klar worum es geht:

Inszenierte Fotografie zum Thema Moment.

Eine Leistung an der die Mehrheit der anderen Diplomanden gescheitert ist, indem sie sich jeglicher Kommunikation verweigerten. Nicht weil sie nicht wollten, sondern weil sie dazu einfach nicht in der Lage waren. Ist schon armselig wenn du vor so einer Wand stehst und der Typ es nicht geschafft hat sein Thema auch nur annährend auf den Punkt zu bringen und man einfach keine Bock hat "Kommunikationskonzepte für Lautmalerei" interpretieren zu müssen....

Die Fotos sind technisch gut, inhaltlich bißchen langweilig und die Fotografin inszeniert sich erstklassig. Ist doch was - zumindest mehr als der Rest hier bietet.

PS: Ich habe noch keinen Gestalter gesehen der sich nicht geil findet.
Und die "beiden" fahren damit wohl ganz gut.

Bernie

Liebe Stefanie, Dein Geschreibsel hier ist wie ein Vollsuff: Man sieht alles dreifach, und weiss nicht, wo man nun hinfokussieren soll, vor lauter Labernebel, deren Einzelworte sich hier zu Nebelschwaden ausdehnen, sichtbar, doch nicht greifbar, unverständliches flüsternd. Fliegende Kugeln sind da nur noch Bindfäden in der Nacht. Das Geld spar ich mir lieber.

Hans, ich komm mit Dir ins Kino: Bier, Popcorn und Action. Das nenne ich einen gelungenen Abend.

mareen

Ich verstehe nicht, warum Sie das auf sich bezogen, Stefanie Stephanie, denn es ging um erfundene Dinge über Sachen von Außenstehenden, Dinge die nichts mit dem Werk zu tun haben – nicht um Ihre Interpretation.
Die Sätze im »Stephanie mit ph«-Beitrag waren zum Teil richtig, seien es unterbewusste Gedanken von mir; oder absichtliche, nicht sofort erkennbare.

Warum ich jedoch schreibe: Derjenige, der nicht weiß, dass alles Inszenierte automatisch inszeniert ist und sich das Attribut nicht zu verdienen hat, weiß nicht, wovon er schwadroniert.

Steffi

Ganz unabhängig davon habe ich es nicht auf mich bezogen, sondern vielmehr biertrinkenden und Popcorn essenden Herren in den hinteren Reihen.

Also ich bitte nun um Ruhe, denn nun habe ich ebenos wenig verstanden warum und an welcher Stelle gesagt oder geschrieben wurde, das alles "Inszenierte automatisch inszeniert ist". Um vielleicht doch das Wort mit Gold aufzuwiegen: alles Inszenierte ist inszeniert, denn das inszenieren geht der Inszenierung vorraus. Die Handlung bestimmt die Einheit und die handlungsreisenden Täter der einzelnen Moment-Inszenierungen sind Männer.

Und nun nochmals vereinfacht: Beim Mann als solches hat das Auto bekanntlich einen hohen Stellenwert. Das gewünschte Selbstbild (Bettszene) wird erreicht durch einen tollen Sportwagen oder Luxuslimosine. Hat man dies nicht und fährt nur einen einfachen Volkswagen, rutscht einem vielleicht auch schnell mal die Hand aus.

Global gesehen ist der durch Autos hervorgerufene Umweltverschmutzung und Erderwärmung ein Selbstmord (der Menschheit), siehe Brückenszene. Der kleine Junge im Auto fürchtet sich, fährt dennoch richtungsweisend in die Zukunft. Der kleine Junge in der Strassenbahn (unweltfreundlich) ergreift den Widerstand gegen den Täter, der frustrierte Golffahrer der Kohle braucht um sein Auto zu tunen.

Schlussendlich und diese Szene hat nichts mit Transportmittel zu tun, ist eben die Schönheit der jungen Frau im Bett, zu bewahren. Ein Schlüsselmoment, welches man mit der Schlüsselszene am Anfang verknüpfen kann.

Wie man die Bilder auch deuten kann: zusammenfassend könnte man es zumindest den Schlüsselmoment (etwas lauter für die hinteren Reihen: Schlüssel = Moment - Erstes Bild - Frau zerkratzt mit Schlüssel ein Mercedes) als Ausgangsbild für meine, wenn auch gestern etwas überarbeitete ermüdete geschriebene Interpreation, unter den schwäbischen Begriffen: Heilig’s Blechle (siehe WIkipedia) die Geschichte deuten.

hans schumacher

Ah fein, Bernie, dann kann ich schon mal ein Sixpack kaltstellen – vielleicht statt Speed Teil II (bei den Fortsetzungen weiss man nie so recht: French Connection II zum Beispiel) vielleicht 13 Tzameti stattdessen, zudem sehr aktuell (miese Wirtschaftslage und so) – nach der Sandburg war ich schon drauf und dran, à la Rimbaud in der Wüste zu verschwinden, aber da ists so trocken; … Moment noch, erst mal was gesundes: ein Liter Milch und n rohes Ei (cheers!)

Bernie

Wobei Eier und Milch höchstwahrscheinlich ebenfalls ein postfeministisches Manifest etablieren: Spill the Milk, crush the eggs.

Gegen diesen Geschlechterkampf kommt keine Wirtschaftskrise an. Men without balls, women breastfeeding the apocalypse. Goldman Sachs in high gear, profit margin, bad banks, bailout money, luxury cars, environment pollution, disaster pending, fuck this, jizz on that, cum all over, stop signs everywhere, bernie, troxler, woodli, posters, hundreds of them, thousands, slanted in total shame, Hasselblad, Mark III, 50 megabyte cutouts, suicide, cars running backwards to stand still, smiling children, smiling mothers, men in windows with envy, hate, a dream in a dream, .45 caliber projectiles in a strassenbahn, kids with blowguns, women scraping cars, men with suitcases, sloath, greed, murder. The new frontier.

Peace, B.

P.S. Hier das Popcorn.

tobé

uuuuuuund: CUT...

wurde alles gesagt, jetzt bitte schluss.
habs mit freude mitgelesen, aber...nun ja, siehe oben!

Bernie

Lieber Tobé, ich finde, es wird langsam interessant hier. Wir sollten noch nicht den Cutter ansetzen. Klares Veto.

Ausserdem, liebe Stef, von hinten sieht man besser. Und zudem glaube ich, das Marleen irgendwo die Handynummer der Blonden versteckt hat. Auch ich finde sie ganz schön knackig.

Matthias

So ein Aufwand die Bilder herzustellen und dann großes TamTam sie vorzustellen.

Wenn man die tolle Technik und die riesen Plots weg läßt, was bleibt denn dann noch!?

Noch nicht mal die Idee ist besonders innovativ.
Aber solche Fotografen sind gut in der Werbung und Mode
aufgehoben, da gibt es auch wenig Innovation!

Sorry

hans schumacher

Nana, du kriegst gleich mit dem Blasrohr gepustet … ah, Schlüsselmoment! Steffi, mir geht ein Licht auf. Heiligs Blechle, wenn ich gestern nicht zu beschäftigt gewesen wäre mit autoerotischen Versuchen à la Michael Hutchence/David Carradine (braucht viel Konzentration sonst kann das ganz übel in die Hose gehen) hätte ich vermutlich den Beitrag nebst Ansprache bemerkt. Danke fürs Popcorn, Bernie, das könnte ich jetzt jedenfalls aus den hinteren Reihen in Richtung der jungen Frau schmeissen, aber, völlig korrekt: da kommt keine Krise gegen an. Cut, cut – bloss raus aus der Strassenbahn, ehe die Knarre losgeht weil der idiotische Halbwüchsige auf den Verbrecher zielt und mein verbliebenes Hirn, von einem Querschläger getroffen, in einem roten Nebel verteilt wird … begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses – ach Quatsch, schmeisst den Rest einfach in den Container neben der Bahn da, dafür steht das Ding doch da, oder ist das jetzt überinterpretiert?

Bernie

Nein, Hans, Du wirst natürlich vom Auto überfahren, und zwar von diesem debilgrinsenden Zombiekind. Deine Freundin zerkratzt daraufhin voller Trauer im Parkhaus alle Autos. Du kommst dann als Geist wieder, schaust durchs Wohnzimmerfenster, und siehst, wie Du Deine eigene Freundin vernaschst. Du flüchtest aber mit ihr vor Dir selbst in einem Golf und bleibst irgendwo bei Potsdam auf einem Feldweg stehen, von wo Du Ali in der Strassenbahn anrufst, um ihn um Hilfe zu bitten. Ali kann aber grad nicht, denn er muss eine Mutter mit Kind überfallen, und bekommt gerade von einem kleinen Nasweis per Blasrohr ein verotztes Tempotaschentuchkügelchen ins Ohr geblasen. Da das Tempotaschentuchkügelchen voller Schweinegrippeviren ist und Ali kein Schwein in irgendeiner Form zu sich nehmen darf, kriegt er einen komischen Gesichtsanfall, woraufhin Mutti und Baby anfangen zu lächeln. Und davon hat Marleen mit ihrer Hasselblad auch ein Foto gemacht.

kai

soviel wurde schon gesagt. ich auch noch bitte:

Straßenbahnbild: der verbrecher hat ne pistole, ne strickmütze und ne lederjacke. sehr klischeehaft! tragen die verbrecher von heute nicht eher anzüge, frisch geputze schuhe und verfolgen aktienkurse?

Robert

In Anbetracht des enormen Personal- und Produktionsaufwandes ist das Ergebnis, welches hier vorgestellt wird wirklich reichlich dünn. Nimmt man dann noch die perfekte "Inszenierung" der Diplomarbeit (diese Inszenierung ist die wahre Leistung), inklusive der im Ganzen betrachtet erschreckend aufdringlichen Selbstinszenierung der Fotografin (kann man wohl erst beurteilen wenn man "alles" gesehen hat), die sich wohl immer noch nicht entscheiden kann ob ihr Platz vor oder hinter der Kamera ist, weg, bleibt, naja, Fotografie auf Stock Niveau (wie gesagt gut genug für Werbung, Mode ect.) aber wahrlich nichts Beständiges oder Erwähnenswertes - in vielerlei Hinsicht ist es nichtmal schön anzuschauen (der endlos langweilge Ausblick aus den Fenstern der Straßenbahn - trotz immensen Aufwandes und (angeblicher) digitaler Komposition - oder die kitschige und unrealistische (pinke) Farbwirkung der Autorücklichter auf die Umgebung nur als Beispiele).

Die Technik ist abgesehen vom Licht (wie gerade erwähnt) überdurchschnittlich - der Fakt, dass die Bilder aus mehreren hundert Megapixeln bestehen allerdings völlig irrelevant, weil selbst bei 120x80 hier auf Spatzen geschossen wird, und der Detailreichtum der Bilder das gar nicht benötigt - im Gegenteil, es zeigt eher die Schwächen auf, auch die der Fotografin, aus der gigantischen Auflösung wirklich einen Mehrwert zu gewinnen. Ich sehe das Equipment auch hier leider eher als Teil der "Inszinierung".

Das Lustige an der ganzen Sache ist, würde Frau Fischinger ihre gigantische Selbstvermarktungs-Maschinerie abstellen, und die Bilder und ihr Name das einzige wäre, was wir mitbekommen würden - wäre die Reaktion insgesamt wahrscheinlich viel positiver. Schließlich ist es Ihre exzentrische Selbstverliebtheit, der sie mit ihren Arbeiten gerecht werden muss - und zumindest mit dieser Arbeit grandios daran scheitert - und das ganze dann noch mit dem erwähnt aufgesetzten Making Of Video dokumentiert.

Vielleicht erleben wir hier ohne es zu wissen eine ganz andere Kunstform, die Selbstinszenierung eines Fotografen, dessen Werke alleine bei weitem nicht reichen, Aufsehen zu erregen. Denn wie schon eingangs beschrieben ist die Selbstinszenierung von Mareen Fischinger ihr wahres Talent, weniger die Fotografie. Oder habe ich verpasst, dass ein Fotograf dokumentieren sollte, was er anzieht, wie Frau Fischinger es auf einem ihrer unzähligen "Blogs" unter http://whatiwear.tumblr.com/ tut?

Diese narzisstische Redundanz ist es, die im Ganzen die Arbeit von Mareen Fischinger beschädigt, die Kritik an Ihrer Diplomarbeit dient da nur als Ventil - was sollte man einem Künstler auch raten, der sich genial findet während er maximal mittelmäßige Arbeit abliefert, selbst dann, wenn es keine Auftragsarbeiten sondern völlig selbst "Inszeniert" ist? Wohl der Grund dafür, warum ich weder hier, noch an der FH konstruktive Kritik mitbekommen habe. Man nimmt es einfach hin und denkt sich seinen Teil über Frau Fischinger.

hans schumacher

kai, lass das (du hast eh bald viel um die Ohren, oder hast Du schon), Du liest zuviel Brecht, Bernie zuviel Pynchon – icke wie Slothrop in Potsdam; war klar das auf Ali aus ganz unten kein Verlass ist, weil er zwischen zwei Minijobs die Bahn ausrauben muss, um die vielköpfige Familie durchzubringen, die er der immer geladenen Knarre zwischen seinen Beinen und der Zufuhr von Milch- und Eiweißprodukten zu verdanken hat (es ist ihm ja verboten, die mit Hopfen & Malz ruhigzustellen) … sorry, Mädels. Vorschlag für tonights Popcorn double feature, auf die Liebe: Schwarze Augen mit Mastroianni und Karniggels von Buck mit dieser vernünftigen Polizeischülerin, seufz. entladen entspannt.

Steffi

Robert was die Selbstvermarktung betifft so finde ich nicht das sie darin besonders gut ist. Die Tatsache das sie eine von unzähligen Bloggern ist, die alltäglich ihre Belanglosigkeiten in ihren Blogs veröffentlichen, ist für mich ein Kriterium für den noch jugendlichen Leichtsinn und daher muss man vielleicht etwas nachsichtig sein, wenn hin und wieder zwecks dem gewünschten Selbstbild die Anzahl der nicht zu beantwortenden Emails, die Arroganz Emails für die Öffentlichkeit im Blog zu beantworten oder die Kritik an Kunden und vielleicht werden wollenden Kunden der Öffentlichkeit dargelegt werden, um nur ein paar wenige schlechte Mittel der Selbstvermarktung aufzuzählen. Das gewollt gewünschte Selbstbild ist letztlich aber eben ein Zeitphänomen. Dennoch respektabel ist der Anspruch, die Professionalität in der Beherschung der technischen Mittel.

Persönlich interessant in diesem Zusammenhang finde ich Ihre Aussage im Video bezogen auf die aktuelle künstlerische Photographie, dass dort gerne Nichtigkeiten dargestellt werden und das ein jeder knippst und jeder Kameras hat hat dies für Aussenstehende eigentlich wenig Bedeutung hat. So oder so ähnlich sagt sie es.

Bezogen auf die Inszenierung eines Momentums, dessen Unwahrheit eigentlich sich durch die Manipulation entfernt und durch die Verfügbarkeit und Möglichkeiten der digitalen Bearbeitung ebenso für jeden Knippser möglich werden, ist die Entfernung oder die Flucht vor der Photographie letztlich eben keine Photographie mehr, sofern man davon ausgeht das Photographie eben den Moment, vielmehr noch, einen wahrhaftigen Moment darstellt.

Diesen theoretischen Unterbau vermisse ich zum einen in Ihrer Erklärung, vorausgehend allerdings zum Teil in ihrer konzeptionellen Vorarbeit vorhanden. Die Begriffe Inszenierte Photographie implizieren allerdings nicht das Wesentliche.

Letztlich ist es wohl die Angst der professionellen Photographen das ein Jeder ihm den Arbeitsplatz wegnehmen wird, was zwangsläufig durch Kreative Schnittstellen wie Flickr schon lange passiert ist. Dort gibt es ja bereits ebenso unzählige überaus talentierte Alltagsknippser. Vor diesen flüchten heute wohl immer mehr professionelle Photographen zur totalen Bildmanipulation, netweder weil die Angst das die eigene Kreativität angesichts der vielen kreativen Knippsenden nicht mehr ausreicht, um an der Spitze mitzuwirken, zu prägen, zu bestimmen und so mit den Mitteln der Photographie - den Moment aufwändig inszenieren - müssen, um dann letztlich auf sich die Aufmerksam zu erregen, so wie es der Mercedes fahrende Mann Aufmerksamkeit erregen möchte, eben durch ein teueren Mercedes und nicht durch einen alten Golf.

Frei nach dem Motto - lang lebe die Volksphotographie! Lang lebe der Volksapparat. Lang lebe das Massenmedium, finde ich Mareen Fischinger dennoch überaus interessant, den und dies ist wohl auch ausschlaggebend hat sie ein gewisses Potential das immer wieder durchscheint neben den alltäglichen Belanglosigkeiten und Nebensächlichkeiten.

Felix

Als ich mir die ganze Geschichte in der FH angesehen habe, war ich auch etwas baff, wie wenig Bilder, insgesamt fünf, letztlich in einem halben Jahr entstanden sind.

Schaut man allerdings genauer hin, so wird einem bewusst, was tatsächlich an Arbeitsaufwand hinter jedem einzelnen Bild steht. Jeder, der die Bilder im Original gesehen hat, wird das bestätigen können.
Allein die Tatsache, mit welcher Akribie jedes Detail ausgeleuchtet und abgelichtet, eben "inszeniert" wurde, hat mich beeindruckt. Es ist eine Form der Darstellung, die es im Vergleich in der Malerei im Hyperrealismus gibt, in der Fotografie ist es eher wieder eine Form des Surrealen, Wirklichkeit geht verloren, das Abgebildete wird zum Ausstellungsgebilde. Der Betrachter hingegen wird zum Suchenden; sucht das Bild nach Details ab, die er zu suchen glaubt. Dabei kann er sie nicht finden, sie und die Lösung zu dem Rätsel, das jedes Bild aufgibt, befinden sich in seinem Kopf.

Für mich war es, an diesem Tag in der FH, eine der wenigen Fotoarbeiten, dennoch eine herausragende Arbeit insgesamt, da sie nicht den Erwartungen der Ausstellung entsprach, sondern ihren eigenen Weg suchte, Kommunikation kreativ umzusetzen.

Hilfreich war dabei ein bereitgestellter Making-Of-Film, der nochmal den Arbeitsablauf unterhaltsam veranschaulichte, aber auch die Fotografin nicht aus dem Auge verlor, was ich sinnvoll fand, um zu wissen, was bzw. wer diese Idee hervorgebracht hat.

Und zuletzt schön, dass ich das Ganze auf meiner Suche durchs Netz nochmal so prominent dargestellt vorgefunden habe. Danke dafür.

kai

alles klar, hans! ich lass das!
war übrigens schön, dich auf der CXi-Konfernez in Mainz zu treffen/kennezulernen! Besonders amüsant dein Einstiegssatz: sach mal, kommentierst Du auf slanted?
(PS: das geschrei geht in 6 wochen los...uff)

Bernie

Hans, ich lese kein Pynchon. Aber danke für den Literaturtip. Ich suche seit Jahren händeringend nach neuer, guter, Literatur. Werde am Wochenende mal gucken gehen.

Und Steffi, hör mit dem Versuch auf, einen Stier zu melken; wirklich, dass kann danebengehen. Du begibst Dich mit Deinen Analyseansätzen in seltsame Sphären. Solche, die keiner wirklich nachvollziehen kann. Bleib mal auf dem Boden. Erinnert mich an die Berlinale 08, da sind die Leute schon nach 20 Minuten eingeschlafen, bei diesem intellektuellen Mist auf der Leinwand. Da kam kein Popcorn aus den hinteren Reihen mehr geflogen. Weil die schon längst gegangen waren.

Komm lieber zu Hans und mir. Da gibts Bier, und nette Schelmereien.

Summasummarum zu Marleen Fischinger: Du wirst eine sehr gute Fotografin werden, Marleen. Die Technik beherrschst Du schon. Nur weiss ich wirklich nicht, ob Pur Digital die Fotobranche im allgemeinen weiterbringt. Die Manipulationsmöglichkeiten mit PS sind zu hoch. Jedes Schrottbild wird doch heute per Layertechnik auf Vordermann gepusht. Besonders wenn jetzt bald jeder Laptop mit 4-Core Prozessor, Snow Leopard, Grand Central und CS5 den Superbildcomputer im Taschenformat abgeben wird. Da muss man lernen, sich zurückzuhalten.

Analogfotografie wird immer eine unerreichte Tiefe besitzen, eine, die kein Bit je ganz errechnen wird. Es ist zwar scharf, und es wird noch schärfer, aber es ist und bleibt flach. Doch vielleicht ist diese SKIA-Technik die Lösung? Wenn sogar Hans Moser davon schwärmt.

Steffi

Bernie mit einfachen Worten umschreibend, solche anmerkenden Versuche das Niveau runterzuschrauben gehen ebenso nach hinten los, führt letztlich auch dahin das selbst der Name der handelnden Personen falsch geschrieben werden. Die Dame heisst Mareen und nicht Marleen.

Bier und Popcorn sind ja okay, aber versuche es mal mit Wasser und einem wachen Bewusstsein fürs Wesentliche. In diesem Sinne viel Erfolg!

Bernie

Naja, Stefanie/Stephanie/Steffie … wenn man, und das habe ich an anderer schonmal gesagt, den Leuten nichts weiter als einen simplen Schreibfehler vorwerfen kann, hat man wirklich nichts zu sagen. Besonders, wenn man sich permanent selbst anders schreibt.

Und Deine bisherigen Texte: Wortwolken, ohne Blitz, ohne Donner, kommen und vernebeln die Sonne, ziehen wieder weiter. Oder waren es Autoabgase? Von Deinen vielen Luxusschlitten?

Bewusstsein fürs wesentliche. Üb mal weiter :-)

Stefie

Bewusstsein ist ein gutes Stichwort! "Bewusst zu Sein" bedeutet zweifelsfrei auch sich seiner eigene Fähigkeiten, - jene des Erkennen von Gegenständlichen und Ungegenständlichen - in Zusammenhängen zu erkennen, zu bewerten und nicht in Überflüssige Diskussionen "tischtennisspielend" zu verfallend Belanglosigkeiten popcornfressend biertrinkend ein Film nach dem anderen zu schauen.

In diesem Sinne wünsche ich auch keine gute Unterhaltung,
sondern eine kritische inhaltsbezogene Diskussion die hiermit für mich beendet ist, dies nachdem sie leider nicht einmal begonnen hatte.

Stefie

hans schumacher

Liebe Steff, (bevor jetzt wieder The Jam in meinem Kopf anfangen 'thats entertainment' zu singen "A police car and a screaming siren, Pneumatic drill and ripped-up concrete, A baby wailing, stray dog howling, The screech of brakes and lamp light blinking … thats entertainment) ein paar letzte Worte, falls du noch mal vorbeischaust:

Du möchtest in der Diskussion mehr Zusammenhänge, und nicht 'in überflüssigen Diskussionen verfallend tischtennisspielend popcornfressend biertrinkend einen Film nach dem anderen schauen'. right?

Filme sind doch gar nicht so weit vom Thema Moment – inszenierte Fotografie – entfernt, wo sie doch gewissermaßen aneinandergereihte Momente sind und sicher auch du einige Schlüsselszenen (ha!) von Filmen, die du magst, im Kopf hast. Mal ganz davon abgesehen kommen Mareen Fischingers Aufnahmen ja auch ein wenig wie Filmstills daher, nur das das Drehbuch spannender und stringenter sein könnte, was ja nicht nur von mir angemerkt wurde (in Ordnung, ich habe es so nicht hingeschrieben, aber meine Filmvorschläge, Speed zum Beispiel, sollten dieses Defizit dezent andeuten).

Also, okay, keine Filme. Dann eben Bücher im double feature, da muss man kein Bier, da kann man auch gut Tee zu trinken:

„Ganz unten“ von Günther Wallraff – (da spielt auch ein gewisser Ali eine Hauptrolle) ich habe das Buch nicht, aber es scheint mir gut zur Diskussion zu passen (Ali in der Strassenbahn) und hilft doch vielleicht mit den Klischees, die jeder im Kopf hat, ein wenig aufzuräumen. Gerade Gestalter sollten doch frei von Klischeevorstellungen sein, ob nun über Golf- und Mercedesfahrer, Männer und Frauen usw.

Dann wäre da noch „Beneath the underdog“ von Charles Mingus. Ich könnte mir vorstellen, dass dir dieses Buch wegen der vielen alltäglichen Belanglosigkeiten und Nebensächlichkeiten, die es im Alltag eines schwarzen Musikers beschreibt, nicht gefällt. Aber gerade diese sind es nun mal, die die täglichen Erfahrungen eines Menschen ausmachen.

na denn, beste Grüsse, Hans

PS: Kai : das hab ich gesagt? Klingt nach Berliner auf Reisen – war schön in Mainz, muss noch einen Bericht verfassen; Bernie, viel Spass mit Tyrone Slothrop und dem Pynchonschen Irrsinn, falls Du im Urlaub was vermissen solltest; und Chris, ich denk es wird Zeit deinem Literaturtip nachzugehen :-) i'm a bus stop boxer

fränk

Technisch durchaus interessant.
Finds auch gut das eine Fotografin sowas in der Technik kann.
Als ich das Thema "Moment" als fotografische Inzenierung an der FH las,
hatt es durchaus mein Interesse geweckt.
Schon "poetisch" und tiefsinnig, dieser Begriff als Thema.

Aber dem wurd es für mir persönlich leider um weiten nicht gerecht.
Im nachhinein klang das Thema etwas nach selfmade PR.

Erst nachdem ich zu diesem Making Off durch den Blog hier kam,
wurde mir klar worums wirklich gehen sollte.
Durchaus interessant gewesen, vorallem wie man so Kulissen etc. aufbaut
um das Thema Film in der Fotografie zu inzenieren.
Aber besser wurde der tatsächliche Inhalt für mich leider weniger.
Grafisch gefällt mir das auch nicht wirklich, zumindestens die ersten vier Arbeiten.

Da fehlt was, es ist irgendwie alles so Oberflächlich in Form der Werbefotografie
inzeniert und einfach nur Aussenandergestreckt mit viel Technik,
und viel reingepustet mit selfmade PR.

Aber erst im letzten Bildfängt es erst an interessant zu werden, nicht wegen
der sexuellen Handlung, sondern weil diese Inzeniertung eine neue Form annimmt.
Grafisch ist es auch ansprechender.

----

Der Gastkommentar da oben, ich frag mich ernsthaft was das soll.
Das klingt nach einem Versuch sich so auszudrücken wie
der Andreas Uebele in seiner Literatur und den Kursbeschreibungen
an der FH Düsseldorf.
Finds eh fraglich wenn man als Student oder sogar ehemaliger
Tutor, den typografischen Stil, sein Auftritt, seine Art, sogar das Foto
auf der Website versucht so zu inzenieren wie dieser Andreas Uebele selbst.

Martin

Schreib Du erstmal »inszenieren« richtig und häng Deinen Neider an den Nagel. Ist ja widerlich.

Gast

Ich kann zu diesem Thema nur eins sagen: Gibt es in Deutschland so wenige die gutes Englisch können? Also die Übersetzung der Texte zu diesem Projekt ist ja lachhaft. Wenn schon eine Selbstinszenierung erwirken, dann auch in allen Sprachen auf dem gleichen Niveau. Ein Fotograf der sich nicht richtig ausdrücken kann, verliert schon deswegen an Glaubwürdigkeit. Zum Glück lesen die meisten nur die Deutsche Version.

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