Der international gefeierte deutsche Produzent Kris Menace veröffentlichte gerade sein erstes Vocal- Album. “Features” beinhaltet Synergien mit Platin ausgezeichneten Künstlern wie Julian Hamilton von The Presets (Syndey), der fabelhaften Miss Kittin (Paris), House Legende Robert Owens (London), Daft Punk Kollaborateur Romanthony (New York), der deutschen Soulstimme Xavier Naidoo (Mannheim), der durch seine Arbeit mit Röyksopp und Get Physical bekannte Chelonis R Jones (Chicago) sowie MTV Award Winnder Simon Lord (Stimme von Justice’s “We are your friends”) (London). Zusätzliche Unterstützung kommt von dem US TVSerien Star Lawrence LT Thompson (The Kiki Twins) (New York), Black Hills (South Dakota), Unai (Upsala), Thomas Gandey (Brighton), Dominique Keegan von The Glass (Plant Music) (New York) sowie einem Itunes Bonus Track mit den Britpop legenden Dodgy! (London).

Video Kris Menace feat. Miss Kittin

Wie geht man bei der Gestaltung eines Artworks für solch ein Projekt vor? 

Diese Fragen stellte sich Diplom Soziologe Lars Kämmerer. Er ist Inhaber des Redaktions- & PR Büros Satzbrand Kommunikation in Bremen und hat einen Ruhepuls von 120 Beats-per-minute. Er ist sowohl redaktionell für Verlage als auch beratend für klassische Fashionbrands sowie Acts und Labels aus dem elektronischen Musikbereich tätig. Seine restliche Lebenszeit inverstiert er in seine Familie, eine nicht enden wollende Vinylsammlung und das Beschallen von Personengruppen mit ryhtmischer Tanzmusik – unser Mann für ein Interview mit Sascha Bente, verantwortlich für das Design des neuen Albums “Features” von Kris Menace:

(Sascha Bente)

Bitte stelle Dich doch kurz vor. Mögliche aktuelle/vorangegangene Projekte, Studium, Herkunftsort ...

Hi, ich bin Sascha, 25 Jahre alt und komme aus Hannover, wo ich auch Visuelle Kommunikation studiert habe. Mittlerweile lebe ich in Berlin und arbeite als freier Gestalter vorwiegend für Kunden aus dem Musikbereich. Das liegt sicher auch zum Teil daran, dass ich selbst Musik produziere und mich zwischen diesen zwei Polen – Musik und Grafik – irgendwie zu Hause fühle.

Mit welcher Vorstellung bist Du an die Bearbeitung / das Design gegangen?

Meine Vorstellung war es, etwas Ganzes zu entwickeln. Ich finde wichtig, dass ein Cover-Artwork keine im wahrsten Sinne des Wortes Hülle bleibt und den akustischen Inhalt einfach optisch »schön« verpackt. Es geht mir viel mehr darum, der Musik eine visuelle Ebene zu geben. Die Grafik ist Teil der Tracks. Im besten Fall zeigt sie nicht nur, was auf dem Tonträger zu hören ist, sondern nimmt sich gleichzeitig so weit zurück, dass die Musik selbst Bilder schaffen kann. 

Inwiefern hat Dich der Sound des Albums in Deiner Arbeit / Entwicklung des Konzepts beeinflusst?

Tatsächlich hat mich nicht nur der Sound dieses Albums beeinflusst, sondern Kris’ gesamtes Klangbild. Ich muss zugeben, dass ich als 80er-Synthie-Pop-Fan seine Tracks schon vorher abgefeiert habe. Dadurch konnte ich leichter in das Projekt einsteigen und musste mich nirgends reinhören. Kris’ Sound ist ziemlich emotional, pathetisch, dramatisch. Dabei elektronisch, flächig, exakt. Das habe ich versucht visuell umzusetzen. Entstanden ist eine konstruierte, digitale Welt, die regelmäßig von kleinen handgemachten Spielerein unterbrochen wird. Wie in den Tracks halten sich die verschiedenen Elemente an ein strenges Raster, haben aber durch viel Fläche den Freiraum, der ihnen zusteht. Kris produziert sehr aufgeräumt, das habe ich grafisch adaptiert. So beziehe ich mich bei meiner typographischen Auswahl auf das Zusammenspiel zwischen emotionalen Melodien und  progressiv-elektronischen Parts. Um diesen Kontrast auch visuell hervorzuheben, hab ich mich für die »Garamond« und die »SNV D« entschieden. Mir gefallen einfach Produkte, die konstant Spannung aufweisen können. Das ist bei dem Album der Fall und ich hoffe auch beim Artwork.

Was steckt hinter der eigentlichen Cover-Idee?

Die Idee ist relativ einfach. Es galt, zwölf verschiedene Künstler – und damit auch zwölf verschiedene Tracks – in einem Artwork zu vereinen. Kris und ich haben lange nach einem passenden Motiv gesucht, das niemanden benachteiligt, alles repräsentiert und irgendwie universell für das Album gültig ist. Um dem Facettenreichtum der Tracks gerecht zu werden, habe ich mich letzten Endes gegen ein gegenständliches Bild und für die Abstraktion entschieden. Das tragende Motiv ist ein Zwölf-Eck, das sich aus der Tracklist ableitet und im kompletten Corporate Design wiederzufinden ist. Es zeigt im wahrsten Sinne also zwölf verschiedene Seiten von Kris.

Form und Farbgebung ziehen sich wie ein roter Faden durch das Booklet – wie wichtig ist Dir Stringenz bzw. wiederholende Momente?

Die wiederholten Momente – seien es Farben, Formen oder Typo – sind quasi das Herzstück des Artworks. Fast so wie der Refrain eines guten Songs, der sich alle 16 Takte wiederholt und an den man sich auch nach dem Lied noch erinnert. Zum einen ist das natürlich fester Bestandteil eines Corporate Designs, zum anderen aber auch konzeptionell einfach notwendig bei einem Produzentenalbum. So kann inhaltlich der Ausflug zu jedem einzelnen Künstler und Song gelingen, aber letzten Endes landet man durch die tragenden Motive immer wieder beim Ursprung. Also bei Kris Menace. 

 

Aus dem Pressetext: “Features” trifft Herz und Seele gleichermaßen intensiv, durchbricht leichtfüßig Genregrenzen in Kris Menace Manier und steht für eine zeitlose und alle Sinne berührende Produktion. Eine gelungene Melange aus authentischem Songwriting und intensiver Clubkultur, welche sich in umarmenden Wogen katalysiert und den Geist der 80ies in die Gegenwart katapultiert. Eine Komposition die in Klangfülle und Facettenreichtum ihres Gleichen sucht.

Ohne Frage stellt “Features” das bisher herausragendste Werk von Kris Menace dar, dessen Einfluss auf die Entwicklung zeitgenössischer Musik sich nicht nur in seiner Arbeit arbeit spiegelt, sondern auch in der internationalen Presse dokumentiert ist. Neben seinen zukunftweisenden Projekten wie Black Van (DFA) arbeitete er als einer der gefragtesten Produzenten für LCD Soundsystem, Depeche Mode, Metronomy, Royksopp, Air, Underworld, Moby, Benni Benassi, Martin Solveig, Bag Raiders, Pnau, Paul Weller, Kylie Minogue oder Lana Del Rey und veröffentlichte auf den einflussreichsten Labels unserer Zeit. Seine Produktionen sind bereits Schätze der elektronischen Musik geworden, sowohl für Fans, als auch für dessen Gründer gleichermaßen.

Slanted verlost exklusiv je 5 Alben “Featiures” von Kris Menace. Um an der Verlosung teilzunehmen, schreibt uns eine Email mit dem Betraff “Features” und Angabe eurer vollständigen Adresse an verlosung@slanted.de. Die Verlosung endet am Dienstag, den 13.11.2012, 11 Uhr. Wer an der Verlosung teilnimmt, erklärt sich damit einverstanden, News von Slanted zu erhalten. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen euch viel Glück!

www.krismenace.com
www.compuphonic.net

Fotos: Sascha Bente

Julia

Die Verlosung wurde ist beendet. Die Gewinner stehen fest und gewinnen jeweils 1 x Features Album:

Wolfgang Penz
Daniel Olaszek
Werner Kock
Bärbel Brown
Daniela Fuchs

Die Gewinner wurden soeben per Mail benachrichtigt.
Herzlichen Glückwunsch!

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