Wann brauchen wir etwas nicht mehr, und wer trifft diese Entscheidung? In der fünften Ausgabe des Brasilia-Magazins begeben sich Gestalterinnen und Gestalter auf die Suche nach einer Definition von dem, was irgendwo übrig ist, was irgendwem zu viel ist oder was irgendwann un-brauchbar wird.

Modedesignerin Claudia Bumb macht mit ihrer Kollektion auf Plastikmüll im Meer aufmerksam, bunte Inseln aus Kunststoff – so groß wie Deutschland. Malte Uchtmann hat übermalte Graffitis an Häusern fotografiert, und André Nakonz erzählt, wie verbranntes Material neuen Fassadenschutz bietet. Ob das Kunst ist oder weg kann, weiß Barbara Hindahl. Stefan Finger zeigt Menschen auf den Philippinen, die im Müll leben und sterben und Christian Werner fotografierte die Kinder des Irak-Kriegs.

Luise Schlütsmeier und Vivian Dehning besuchten alte Menschen im Seniorenheim und fragten, was bleibt, wenn die Zeit kurz wird. Die Sichtweisen sind vielseitig und zeigen, dass das, was wir scheinbar nicht brauchen, manchmal eine Perspektive ist, oft durch feste Konzepte nicht integrierbar ist, aber immer Menschen braucht, die mutig aufstehen und neue Lösungen schaffen. Menschen, die gestalten!

BRASILIA #5 – Abfall

Herausgeber: Hochschule Hannover, Fakultät III –
Medien, Information und Design
Veröffentlichung: Juni 2018
Format: 22 
× 28,5 cm
Umfang: 150 Seiten
Sprache: Deutsch/Englisch
ISBN: 978-3-932011-94-8
Preis: 8,–  Euro


Fotos: © Brasilia, 2018 

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